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Beautylexikon: Teebaumöl

Teebaumöl – Wertvolles Pflanzenöl und besonderes Heilmittel

Teebaumöl kann zur Behandlung dutzender Beschwerden genutzt werden. Aber woher stammt das Öl eigentlich? Es handelt sich hierbei um ein ätherisches Öl, das unter anderem aus den Blättern des Australischen Teebaums gewonnen wird. Daneben gibt es noch andere Arten des Teebaums, aus denen das Öl extrahiert werden kann. Diese gehören zu den Myrtengewächsen. Im Fachjargon werden sie auch als 'Myrtaceae' bezeichnet.

Geschichte des Teebaumöls

Schon vor Jahrtausenden wussten die Menschen die Heilkraft von Teebaumöl zu schätzen. Australische Ureinwohner setzten das Öl gegen vielerlei Beschwerden ein. Dazu gehörten Infektionen der Haut, aber auch Wunden und Entzündungen. Auch gegen Erkältungskrankheiten wurde es eingesetzt – und das nicht nur von Australiern. Europäische Einwanderer erkannten die Heilwirkung und verwendeten es unter anderem bei Lausbefall. Im Zweiten Weltkrieg spielte Teebaumöl ebenfalls eine große Rolle, in Erste-Hilfe-Ausrüstungen durfte es nicht fehlen. Mit dem Aufkommen von Antibiotika wurde das Öl jedoch im 20. Jahrhundert immer seltener verwendet.

Wirksamkeit und Inhaltsstoffe

Fest steht: Nicht jede angenommene Wirkungsweise von Teebaumöl konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden. Belegt ist allerdings die antimikrobielle Wirkung. Zudem ist klar, dass eine zu niedrige Dosierung des Öls die Widerstandsfähigkeit von Bakterien erhöhen kann. Doch was genau macht Teebaumöl aus? Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass Teebaumöl sich aus über 100 verschiedenen Substanzen zusammensetzt. Es enthält unter anderem Terpine, Terpineol und Limonen. Außerdem sind in der Zusammensetzung Myrcen, Pinen und 1,8-Cineol zu finden. Diese Stoffe bedingen die bakterizide Wirkung des Öls. Gut zu wissen: Es ist um einiges wirksamer als Eukalyptusöl und Phenol. Hauptsächlich wird Teebaumöl daher bei Infektionen und Hauterkrankungen eingesetzt. Zu nennen sind hier

- Akne

- Schuppen

- Schuppenflechte

- Pilzerkrankungen

- offene Wunden

- Krampfadern

Aus diesem Grund wird Teebaumöl auch gerne in kosmetischen Präparaten verarbeitet.

Risiken und Nebenwirkungen

Im Alltag wird immer häufiger zu Teebaumöl gegriffen. Trotzdem sollten Sie sich vor der Nutzung über etwaige Nebenwirkungen im Klaren sein. Teebaumöl wirkt sich nicht immer positiv auf den menschlichen Körper aus. So klagen immer wieder Personen über Kontaktallergien nach der Verwendung des Öls. Wichtig ist auch, zu wissen, dass das Risiko von Nebenwirkungen steigt, je älter das Öl ist. Neben dem häufigen Auftreten von Kontaktekzemen kann Teebaumöl bei Verschlucken auch zu Lungenschädigungen führen. Aus diesem Grund sollte Teebaumöl gewissenhaft angewendet werden.

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