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Beautylexikon: Tampons

Tampons: praktischer Hygieneartikel oder Gefahr?

Fast jede Frau trägt einige von ihnen in ihrer Handtasche bei sich: Tampons. Die etwa fingerdicken, stark saugfähigen Stäbchen werden in die Scheide eingeführt und fangen das Menstruationsblut auf, bevor es die Unterhose verschmutzen kann. Da die Frau mit dem Tampon keine Binde mehr tragen muss, merkt sie von ihrer Regelblutung kaum noch etwas. Allerdings bergen Tampons auch das Risiko des seltenen toxischen Schocks, weshalb häufiges Wechseln sehr wichtig ist.

Wie funktionieren Tampons?

Der Tampon besteht aus sehr saugfähigem, meist künstlichem Material. Dieses kann eine große Menge Flüssigkeit aufnehmen, ohne dabei besonders stark aufzuquellen. Der Tampon wird in die Scheide eingeführt, wofür viele Hersteller eine Einführhilfe anbieten. Diese ist besonders für junge Mädchen eine große Hilfe, die zum ersten Mal Tampons einführen. Er kann danach mehrere Stunden in der Scheide bleiben und Menstruationsblut aufnehmen, danach muss er durch einen frischen Tampon ersetzt werden. Richtig eingeführt verhindert er, dass Blut ausläuft, sodass die Frau volle Bewegungsfreiheit genießt und keine Binde tragen muss.

Vorteile und Risiken von Tampons

Der Tampon wird von vielen Frauen gegenüber der Binde bevorzugt, da Letztere die Beweglichkeit einschränkt, ein unangenehmes Tragegefühl verursachen kann und nicht immer völlig geruchsneutral ist. Hochwertige Binden haben sich gegenüber den Produkten von vor Jahrzehnten zwar extrem verbessert, dennoch wählen etliche Frauen den Tampon. Sie können damit problemlos schwimmen, Sport treiben, Röcke und helle Hosen anziehen und oft auch besser schlafen. Allerdings birgt ein zu lange getragener Tampon das Risiko eines toxischen Schocks, einer Art der Blutvergiftung. Fängt ein Tampon an zu faulen, was sehr schnell gehen kann, wenn er etwa vergessen oder auch nur zu lange getragen wird, entstehen dadurch lebensgefährliche Giftstoffe. Daher sollten Tampons lieber zu oft als zu selten ausgetauscht werden.

Tampons – damals und heute

Tamponähnliche Gegenstände wurden bereits im antiken Ägypten verwendet. Die ersten modernen Produkte kamen in den 30er-Jahren auf den Markt, erst nach dem Zweiten Weltkrieg aber stiegen die Verkaufszahlen merklich. Damalige Tampons bestanden häufig aus Baumwolle, künstliche Materialien kamen erst später auf. In den 70er-Jahren wurde zum ersten Mal der toxische Schock durch einen Tampon beobachtet. Besonders in den vergangenen Jahren haben Tamponhersteller mit besonders gleitfähigen Oberflächen, geriffelten Strukturen und verbesserten Einführhilfen dafür gesorgt, dass sie noch anwendungsfreundlicher und komfortabler wurden. Manche Hersteller kehren auch immer mehr zu natürlichem Material zurück, da gerade künstliche Fasern im Tampon eher zu Komplikationen führen.

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