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Beautylexikon: Solarium

Solarium: braun werden auf der Sonnenbank

Seit der Einführung des Solariums in Deutschland in den 1970er-Jahren nutzen Millionen Männer und Frauen die Sonnenbank. Für die einen ist es ein kosmetisches Mittel für einen dunkleren Teint, während andere das UV-Licht als Heilmittel für diverse Hautkrankheiten oder negative Verstimmungen ansehen.

Das Solarium ist eine Quelle für künstliche UV-Strahlen und weist verschiedene Filter sowie Reflektoren auf. Die verwendeten Lampen und Röhren bestehen aus einem Glaskolben, der eine Phosphor-Leuchtstoffschicht aufweist. Wenn Sie bereits ein Sonnenstudio betreten haben, dann wissen Sie, dass es Sonnenbänke mit unterschiedlicher Stärke gibt. Wie hoch der Anteil an UV-B-Strahlung und UV-A-Strahlung ist, lässt sich durch die Konstruktion der Phosphor-Leuchtstoffschicht regulieren. Die Leistungsstärke des Solariums optimieren die Techniker mit einer eingeschlämmten Reflektorschicht in den Glaskolben.

Das Verhältnis zwischen UV-A- und UV-B-Strahlen macht den Unterschied

Professionelle Sonnenstudios bieten Ihren Kunden eine breite Auswahl an Sonnenbänken. Diese unterscheiden sich vor allem darin, wie das Verhältnis der UV-A-Strahlung zu der UV-B-Strahlung ist. Die UV-A-Strahlen verhelfen zu einer oberflächlichen und schnellen Bräune, die sehr intensiv ist und schnell verblasst. Die UV-B-Strahlen hingegen sorgen für längere Bräunungsergebnisse. Allerdings ist die Bräune auch erst rund ein bis zwei Tage nach dem Aufenthalt auf der Sonnenbank sichtbar. Man unterscheidet daher zwischen Direkt- und Tiefenbräunern.

Gegen Hautkrankheiten, blassen Teint und Winterdepressionen?

Zweifelsohne wird das Solarium zumeist dafür verwendet, um einen dunkleren Teint zu erhalten. Bei regelmäßiger Anwendung ist dies auch der Fall. Einige Nutzer genießen jedoch die UV-Strahlung, um ihre Winterdepression zu kurieren. Diese negative Verstimmung soll sich in dem mangelnden Licht während der Herbst- und Wintermonate begründen. Experten kommentieren, dass ein Solariumbesuch kein probates Mittel gegen das traurige Gemüt ist. Stattdessen sei eine Lichttherapie effizienter, bei der spezielles Licht auf die Netzhaut des Auges trifft. Gleiches zählt für Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Akne. Auch diese Erkrankungen lassen sich nach Expertenmeinung besser mit medizinischen UV-Lampen als mit Solarienbesuchen therapieren.

Erhöhtes Hautkrebsrisiko

Hautärzte warnen bereits seit vielen Jahren davor, dass Solarienbesuche das Hautkrebsrisiko erhöhen. Ebenso wie das Sonnenlicht verändert das künstliche UV-Licht die Hautzellen und kann sie schädigen. Die Deutsche Krebshilfe betont, dass Hautkrebs in Deutschland die häufigste Krebsart ist. Etwa 195.000 Menschen erkranken daran jährlich. Bei circa 12,5 % der Erkrankten handelt es sich um den gefährlichen schwarzen Hautkrebs.

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