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Beautylexikon: Shampoo

Shampoo – beliebter Reiniger und Fitmacher für die Haare

Das Wort Shampoo entsprang ursprünglich dem hindischen Wort 'champo', was so viel bedeutet wie drücken bzw. einmassieren. Das beliebte Körperpflegemittel dient vorrangig der Reinigung der Haare und daneben auch der Pflege. Ohne die Haarreinigung würden die Haare leicht verfetten bzw. verfilzen.

Entstehung und Entwicklung des Shampoos

Schon lange vor Christi Geburt reinigte man sich das Haupt mit verschiedenen Mitteln, wozu auch (Pott-)Asche gehörte. Hinzu kamen unter anderem Öl oder Talg. Nachdem man im 19. Jahrhundert Seife für die Haarwäsche benutzte, erfand 1904 der Berliner Hans Schwarzkopf das erste Haarwaschmittel, was damals als Pulver verkauft und mit Wasser angerührt wurde. Natürlich war das Ergebnis weder hinsichtlich der Haare noch der Kopfhaut mit heutigen Resultaten vergleichbar. Die Haare blieben oft glanzlos und die Kopfhaut wurde angegriffen. 1927 kam erstmals ein flüssiges Shampoo auf den Markt, das allerdings noch viele für Haare und Kopfhaut aggressive Seifenanteile enthielt. Schließlich kam 1949 das erste schäumende Creme-Shampoo (wie es heute erhältlich ist) unter der Marke 'Schauma' auf den Markt.

Inhaltsstoffe und Arten

Heutzutage sind Shampoos äußerst vielseitig und die Werbung verspricht für jedes Haar die passende Lösung. Die Inhaltsstoffe müssen zwecks mehr Transparenz in der sogenannten 'INCI'-Datenbank ('International Nomenclature Cosmetic Ingredients') niedergeschrieben sein, die für alle einsehbar ist. Mit den Bezeichnungen werden wohl aber hauptsächlich Chemiker etwas anfangen können. Shampoos bestehen zum größten Teil aus Wasser, Verdickungsmitteln und (Haupt-)Tensiden. Letztere sind für die Reinigung und Entfettung der Haare verantwortlich. Daneben werden für den Schutz vor Überempfindlichkeit des Benutzers Co-Tenside eingesetzt, die die Konzentration der Tenside etwas abschwächen. Alkylpolyglycoside etwa gelten als besonders hautverträglich. Hinzu kommen können Konservierungsstoffe, Parfüme, Farbstoffe, Zusatzstoffe und Silikone. Letztere sollen das Haar glänzend und geschmeidig machen, sind aber wegen ihrer möglichen schädigenden Wirkung umstritten.

Bei der Auswahl des richtigen Shampoos ist es für Sie als Nutzer wichtig, welchen Haartyp Sie haben. Für nahezu jeden Haartyp gibt es ein passendes Shampoo, ob für fettige Haare, schuppige Kopfhaut, trockene oder beschädigte Spitzen oder aber für sensible Kopfhaut. In einem Shampoo für feine Haare sind dementsprechend andere Wirkstoffe enthalten als in einem Shampoo für fettige Haare. Selbst für graue Haare gibt es Shampoos, die spezielle Farbpigmente enthalten und das Haar vital aussehen lassen sollen. Bei (drohendem) Haarausfall soll Koffein helfen. Zu vielen Shampoos gibt es auch eine passende Kur bzw. einen Conditioner, der unter anderem für eine bessere Kämmbarkeit sorgen soll.

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