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Beautylexikon: Schrunden

Schrunden: wenn Haut oder Schleimhäute Risse aufweisen

Die kleinen spaltenförmigen Risse an den Schleimhäuten oder der Haut werden Schrunden genannt. Sind sie einmal entstanden, ist der Heilungsprozess langwierig. Mit ein paar Maßnahmen können Sie ihnen jedoch vorbeugen.

Das verbirgt sich hinter dem Begriff Schrunden

Die Bezeichnung Schrunde lehnt sich an den althochdeutschen Begriff ,scrunta' und den mittelhochdeutschen Begriff ,schrunde' an, die beide so viel wie ,Riss' und ,Spalte' bedeuten. In der Medizin wird diese Hautirritation als 'Rhagade' bezeichnet. Die Risse in der Haut oder in den Schleimhäuten sind meist nicht mit Schmerzen verbunden, beeinträchtigen aber die Optik. Teilweise stellt sich jedoch auch ein Juckreiz oder Brennen ein. Schrunden treten vor allem an den Fersen und Füßen auf. Auch After, Mundwinkel und Darm können betroffen sein. Die Spalten in der Haut oder in den Schleimhäuten sind wenige Millimeter oder mehrere Zentimeter groß. Sie sind an ihrer Oberfläche stets breiter als im Inneren der Haut beziehungsweise des Gewebes. Tiefe Schrunden können kleine Blutungen und Schorf verursachen.

Deshalb entstehen Schrunden

Es gibt diverse Gründe für Schrunden. Zumeist begründet sich ihre Ausbildung in einer verminderten Elastizität der Haut. Bereits geringe Belastungen und Reibungen führen dazu, dass die Haut einreißt. Austrocknung, Kälte und stetige Feuchte sind weitere Gründe für Schrundenbildung. In eher seltenen Fällen sind die Risse Anzeichen von Krankheiten wie 'Morbus Crohn', 'Psoriasis' oder 'Diabetes'.

Schrunden richtig behandeln

So unansehnlich die Risse auch sind, Sie können sie wieder loswerden. Aufgrund des langen Heilungsprozesses besteht jedoch insbesondere bei tieferen Schrunden eine Infektionsgefahr mit Keimen. In solchen Fällen ist ein Arztbesuch ratsam. Sind die Schrunden weniger stark ausgeprägt, können Sie spezielle Schrundensalben anwenden. Diese wirken beruhigend und regenerieren die Zellen.

Schrunden frühzeitig vorbeugen

Damit Risse in Haut und Schleimhäuten erst gar nicht auftreten, ist es wichtig, für hinreichend Feuchtigkeit zu sorgen. Dafür sollten Sie gefährdete Hautstellen wie die Fersen richtig pflegen. Wenn Fettcremes und Lotionen nicht ausreichen, bieten sich Salben mit einem Harnstoffanteil von bis zu fünf Prozent an. Gegen Schrundenbildung an den Füßen und Händen hilft außerdem eine Hornhautentfernung. Verhornte Hautzonen sind besonders anfällig für Risse, da ihnen die Elastizität fehlt.

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