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Beautylexikon: Schlupflid

Schlupflider – eine Lidfehlstellung mit unschönen Folgen

Als Schlupflid bezeichnet man es, wenn das obere, unbewegliche Augenlid den beweglichen Teil des Lids überlappt. Je nach Ausprägung kann das bewegliche Lid dabei wenig bis gar nicht mehr sichtbar sein. Diese Erscheinung, die auch unter dem Namen Hängelid bekannt ist und meist durch das Alter oder immensen Schlafmangel hervorgerufen wird, kann Männer und Frauen gleichermaßen treffen. Ein Schlupflid lässt ein Gesicht älter, müde und traurig erscheinen. Die Augen wirken kleiner, oft bekommt das Gesicht durch die Schlupflider einen mürrischen oder kränklichen Ausdruck.

Weitere mögliche Auswirkungen auf Sehkraft und Gesundheit

Nicht nur unter der veränderten Optik leiden viele Betroffene – Schlupflider gelten als Augenerkrankung, als sogenannte Lidfehlstellung. Sie können dazu führen, dass das Sichtfeld der betroffenen Person je nach Ausprägung schwach bis stark eingeschränkt wird. So kann trotz richtig geöffneten Augen nur ein kleiner Winkel der eigentlichen Blickweite wahrgenommen werden, da das obere, bewegliche Augenlid stets nach unten gedrückt wird.

Was kann man gegen Schlupflider tun?

Wer sich nur an einem kleinen ästhetischen Makel stört, kann sich durch gezieltes Schminken behelfen: Oft lassen sich die Schlupflider durch Lidschatten, Eyeliner, Mascara und Co. optisch öffnen und vergrößern. Wer das selbst nicht auf Anhieb hinbekommt, kann sich im Internet oder von Profis wie Kosmetikern Tipps und Tricks zeigen lassen. Kurzzeitig können auch abschwellende Cremes, Augensalben und -gele helfen, da sie die Schwellung der oberen Lider reduzieren können. Kühlende Augenmasken, Gurkenscheiben und Ähnliches können den gleichen Effekt erzielen. Das hilft jedoch meist nur eine kurze Zeit und nur bei sehr schwach ausgeprägten Hängelidern. Das gleiche gilt für spezielle Massagetechniken, die häufig von Kosmetikstudios und Hautärzten angeboten werden. Auch Augentropfen können oft nur vorübergehende Erfolge erzielen.

Operative Eingriffe

Wer den Schlupflidern dauerhaft den Kampf ansagen will, sollte sich über eine Operation informieren: Diese kann heutzutage meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Bei der operativen Korrektur des Augenlides wird das Oberlid gestrafft, indem ein kleiner Teil der Haut inklusive Muskelgewebe entnommen wird. Die Beweglichkeit des Augenlides wird dabei in den meisten Fällen nicht beeinträchtigt. Zudem bleibt meist nur eine winzig kleine Narbe zurück, welche sich gut überschminken, auf Wunsch aber auch mit einer Laserbehandlung entfernen lässt. Fast immer bleiben die Patienten anschließend über lange Jahre, wenn nicht sogar für immer, von den lästigen Hängelidern verschont. Sind die Betroffenen durch die Schlupflider in ihrem Sichtfeld eingeschränkt, übernehmen übrigens häufig die Krankenkassen einen Teil der Behandlungskosten oder bezahlen sogar die komplette Operation.

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