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Beautylexikon: Rosenöl

Rosenöl – ein ätherisches Öl für Gesundheit und Wohlbefinden

Das durch Wasserdampf-Destillation aus Rosenblüten gewonnene Rosenöl gehört zu den ätherischen Ölen. Um es zu gewinnen, werden vor allem die 'Rosa centifolia' und die 'Rosa damascena' benutzt. Bei der 'Rosa gallica' und der 'Rosa alba' ist die Ausbeute hingegen so gering, dass sie seltener verwendet werden.

Herstellung, Kosten und Inhaltsstoffe von Rosenöl

Die genutzten Blüten werden vor allem in Frankreich, Marokko, der Türkei und Bulgarien kultiviert. Dort werden sie von Hand gepflückt und verarbeitet. Teilweise werden mehrere Tonnen Blüten benötigt, um einen Liter des Öls zu destillieren. Das teure Öl hatte um 1970 einen höheren Preis als Gold. Echtes bulgarisches Rosenöl kostet im Kilo um die 5.000 Euro. Rosenöl beinhaltet unter anderem Citronellol. Als Hauptinhaltsstoff macht er bis zu 55 Prozent aus. Geraniol und Nerol sind zu 30 bis 40 Prozent enthalten. Ansonsten finden sich in dem Öl 2-Phenylethanol, Farnesol, Citral, Carvon, Linalool, Rhodinol und Nonylaldehyd. Alles in allem enthält Rosenöl sicherlich rund 350 Verbindungen. Eine besondere Note bekommt das bulgarische Rosenöl durch Rosenoxid und Damascenon.

Geschichte des Rosenöls

Während das Öl inzwischen über die Wasserdampf-Destillation gewonnen wird, geschah dies früher über Extraktion mittels verschiedener Öle. Schon vor Christus wurde hierfür Sesamöl verwendet, wie der Grieche Theophrastus beschrieb. Im antiken Rom wurde das Öl nicht nur Wein zugesetzt, sondern auch zur Beduftung von Speisen und dem Körper verwendet. Europa erreichten die Kenntnisse der Rosenöl-Destillation erst um das Jahr 1.000. Die Kultivierung der Rosen dehnte sich im 17. Jahrhundert bis nach Indien und Nordafrika aus. Die bedeutendste Anbauregion ist heute das Tal der Rosen zwischen Kasanlak und Karlowo.

Verwendung von Rosenöl

Rosenöl wird unter anderem in Duftlampen und teuren Parfüms verwendet. In einigen Ländern werden mit dem Öl auch Süß- und Tabakwaren beduftet. In der Parfümerie ist das Rosenöl der am häufigsten genutzte Blumenduft neben Jasmin.

Daneben findet es Anwendung in der Aromatherapie und ihm wird eine Reihe positiver Effekte auf den menschlichen Körper und die Gesundheit nachgesagt. Bei der inneren Anwendung soll es unter anderem gegen Gebärmuttererkrankungen, Kopfschmerzen und Leber- sowie Herzbeschwerden helfen. Es wirkt antiseptisch, ist blutreinigend und blutstillend. Außerdem wirkt es gegen Depressionen und löst nervöse Spannungen. Äußerlich dient Rosenöl der Hautpflege und wird auch in der Babypflege eingesetzt. Es mindert Schwangerschaftsstreifen, soll die Geburt unterstützen und wirkt tonisierend auf die Nerven, das Herz und die Gefäße.

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