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Beautylexikon: Retinol

Retinol – Vitamin A als wirksamer Faltenkiller

Was hilft wirklich gegen Falten? Vielen Studien zufolge ist Retinol ein guter Wirkstoff dagegen, der sowohl in unserer Nahrung (Spinat, Karotten, Tierprodukte etc.) als auch in einigen Cremes oder anderen Kosmetika enthalten ist. Dabei handelt es sich um die stärkste Stoffgruppe des uns bekannten Vitamin A, Vitamin A1. Bereits 1909 wurde Retinol entdeckt.

Wirkung und Anwendung

Vitamin A ist unter anderem wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen, das Sehvermögen, die Knochen, die Schleimhäute und auch für die Haut und das Bindegewebe. Insbesondere für das Wachstum der Haut- und Bindegewebszellen ist der Stoff verantwortlich. Er wird in der Leber gespeichert und von dort aus verteilt. Durch eine ungesunde Lebensweise, UV-Strahlung und/oder durch den Alterungsprozess wird nicht mehr genug Vitamin A im Körper gebildet. Als Folge können Störungen der Sinnesorgane, des Wachstums oder der Fruchtbarkeit auftreten und zudem sind Sie anfälliger für Infekte. Es gilt in der Regel: Die Haut wird bei einem Vitamin-A-Mangel dünner und weniger elastisch, Falten und Cellulite können sich bilden. Hiergegen hilft Retinol.

Retinol in der Kosmetik

Im Kosmetik-Bereich werden seit den 70er-Jahren immer mehr Produkte mit Retinol hergestellt. Vor allem in Cremes, aber auch in (Gesichts-)Ölen, Gels und Pharmazie-Kapseln ist Retinol (oft auch in Form von Retinylpalmitat) enthalten. Es bekämpft Falten und Pigmentstörungen, indem es die Bildung von Hornhautzellen (Korneozyten) unterstützt und das Kollagengerüst in den unteren Hautschichten stärkt. Die Haut glättet sich nach wenigen Wochen sichtbar und kleinere nicht allzu tief eingegrabene Falten verschwinden. Auch Cellulite kann deutlich verringert werden. Allerdings ist Retinol lichtempfindlich, sodass Sie bei einem Sonnenbad zusätzlich Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden sollten. Für ein noch besseres Resultat sollten Sie Cremes mit zusätzlich enthaltenem Vitamin C und/oder Vitamin E benutzen.

Dosis und mögliche Nebenwirkungen

Cremes mit einer Konzentration von 0,1 Prozent Retinol sollen bereits das Zellwachstum anregen. Für eine sichtbare Faltenreduktion ist aber eine höhere Dosis notwendig. In Deutschland ist – anders als in den USA – nur eine Konzentration von bis zu 0,3 Prozent erlaubt, was aber bereits effektiv wirken soll. Eine höhere Dosis kann unter Umständen Hautirritationen auslösen und wird unter medizinischer Aufsicht vor allem für die Behandlung von Akne genutzt. Zudem kann eine Überdosis das körperliche Wohlbefinden beeinträchtigen. Sollten bei Ihnen auch im Rahmen der erlaubten (nicht rezeptpflichtigen) Konzentration von bis zu 0,3 Prozent Hautprobleme auftreten, sollten Sie nach etwa vier Tagen die Behandlung absetzen oder reduzieren.

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