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Beautylexikon: Pomade

Pomade: ein altbewährtes Stylingmittel

Bereits im 18. Jahrhundert setzte der Adel Pomade ein, um das Haar zu frisieren. Allgemein gebräuchlich und bekannt wurde dieses Produkt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und avancierte aufgrund von Hollywoodfilmen zum Markenzeichen der Latin Lover. Sogar Elvis Presley griff zu diesem Stylingprodukt, um seine berühmte Tolle zu formen. Noch heute wird es gern verwendet, um die Wunschfrisur zu zaubern.

Pomade – was ist eigentlich drin?

Ein Blick auf eine Frisur mit Pomade lässt erahnen, dass es sich um ein stark fetthaltiges Produkt handelt. Der Begriff lehnt sich an das französische und italienische Wort für Äpfel an, da die Pomade einst aus Äpfeln mittels Enfleurage entstanden ist. Heute setzt sie sich aus Inhaltsstoffen wie Vaseline, Bienenwachs und Olivenöl zusammen. Auch Kokosnussöl sowie Lanolin kommen zum Einsatz. Spezielle Duftstoffe sorgen dafür, dass die Haare angenehm riechen. Auf Alkohol wird verzichtet.

Ein Haarstylingprodukt mit Vor- und Nachteilen

Pomade ist der Vorläufer der Haargels und vergleichbaren Stylingprodukten fürs Haar. Sie verfügt über den großen Vorteil, dass sie dem Haar Form gibt und ihm wie ein Gel einen attraktiven Glanz verleiht. Im Unterschied zum Gel oder Haarspray werden die Haare durch Pomade nicht ausgetrocknet. Die hochwertigen Inhaltsstoffe sorgen nicht für guten Halt der Frisur, sondern sie versorgen die Haar und die Kopfhaut auch mit einer Extraportion Feuchtigkeit. Die Pomade hat jedoch auch ihre Nachteile. Sie lässt sich schwer auswaschen, weshalb nicht selten mehrere Haarwäschen notwendig sind, um alle Spuren zu beseitigen.

Für alle Haartypen, aber nicht alle Haarlängen

Pomade ist wunderbar für mittellange und Kurzhaarfrisuren geeignet, ganz gleich, ob es sich um normales, krauses, dünnes oder störrisches Haar handelt. Mit dem Stylingprodukt optimieren Sie gut eine klassische Elvistolle oder den Fassonschnitt, weshalb Pomade gern für Rockabilly-Looks verwendet wird. Wer eine glanzvolle Frisur im 1920er-Jahrestil kreieren möchte, kann ebenfalls zur Pomade greifen. Für lange Haare und voluminöse Frisuren ist Pomade in der Regel nicht das geeignete Stylingprodukt, da es die Haare stark beschwert. Bei langen Haaren wird es daher vornehmlich als Pflegemittel eingesetzt, da es trockene Haarspitzen wieder geschmeidig macht.

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