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Beautylexikon: Pflanzenfarbe

Pflanzenfarbe fürs Haarefärben – So wirkt sie auf unsere Haare

In den 1970er-Jahren war es üblich, sich die Haare mit Pflanzenhaarfarbe zu färben. Inzwischen hat sich der Fokus allerdings eher auf chemische Haarfarben verschoben. Grundlagen für Pflanzenfarbe sind Produkte, die man wohl eher in der Küche als auf dem Kopf vermuten würde: Blauholz, Walnussschalen, Oregano, Kaffee oder Hibiskus. Auch Rote Beete, Salbei und Weizenauszüge werden für die Herstellung von Pflanzenfarbe verwendet.

Wie geht man bei der Färbung mit Pflanzenfarbe vor?

Zunächst sollten die Haare mit einem milden Shampoo gewaschen werden. Dabei ist es allerdings wichtig, dass das Shampoo keine Silikone enthält. Zwar glänzen die Haare dadurch schöner, allerdings legt sich das Silikon um die Haare und beschwert. Da Pflanzenfarbe sich ähnlich wie Tönung nur um das Haar legt und die Struktur nicht aufgebrochen wird, hält die Farbe kürzer. Wie bei chemischer Farbe sollten Sie zudem Ihre Haut und Kleidung vor Farbspritzern schützen. Handschuhe, ein Kleiderschutz oder ein Handtuch um die Schultern sind also auch hier ratsam. Angerührt wird die Farbe mit entsprechendem Mischpulver und heißem Wasser. Für ein besseres Ergebnis können auch schwarzer Tee oder Rotwein genutzt werden. Aber Achtung: Die Masse sollte vor dem eigentlichen Färbeprozess natürlich abkühlen. Nach dem Auftragen der Farbe muss sie einwirken. Das kann schon etwas Zeit beanspruchen. Bei einem satten Braun dauert die Färbung bis zu zwei Stunden. Wichtig ist darüber hinaus, dass bei der natürlichen Färbung die Naturhaarfarbe das Ergebnis noch stärker bestimmt. Weichen Sie daher nicht zu viele Farbnuancen ab. Nachdem die Einwirkzeit abgelaufen ist, kann die Farbe einfach mit lauwarmem Wasser ausgespült werden. Danach sollte möglichst 24 Stunden auf Shampoo und Haarstyling verzichtet werden.

Welche Vorteile hat Pflanzenfarbe chemischen Haarfarben gegenüber?

Einer der Vorteile vom Haarfärben mit Pflanzenfarbe ist das natürliche Farbergebnis. Kräftige, intensive Farben sind damit schwerer zu erzielen. Stattdessen sorgt sie für Natürlichkeit und spendet den Haaren Volumen und Pflege. Das Haar erhält einen gesunden Glanz und die Übergänge, die beim Nachwachsen der Haare entstehen, sind weitaus sanfter als bei kosmetischen Produkten. Einigen Pflanzenfarben wird auch ein Anti-Spliss-Schutz nachgesagt. Allgemein schädigen Pflanzenfarben das Haar nicht und zerbrechen auch nicht seine Struktur und Schuppenschicht.

Welche Nachteile hat Pflanzenfarbe und worauf sollten Sie achten?

Der Nachteil von Pflanzenfarben ist in erster Linie, dass das Ergebnis häufig weniger vorhersagbar ist. Es hängt stark von der Naturhaarfarbe ab. Daneben ist es nicht möglich, die Haare zu bleichen. Sie können also lediglich abgedunkelt werden – und das auch nur zu einem gewissen Grad. Aus diesen beiden Gründen raten Friseure häufig von dieser natürlichen Methode des Haarefärbens ab. Außerdem sollte – nachdem die Haare einmal mit Pflanzenfarbe gefärbt wurden – keine chemische Färbung mehr erfolgen. Die Mischung der beiden Substanzen könnte stark abweichende Ergebnisse erzielen.

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