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Beautylexikon: Pferdeschwanz

Der 'Pferdeschwanz': praktische und edle Varianten von kurz bis lang

Im Alltag, zu einem festlichen Anlass oder beim Sport: Der klassische 'Pferdeschwanz' ist sehr wandelbar und dabei auch ganz leicht zu stylen. Die einzigen Utensilien, die bei dieser Frisur zum Einsatz kommen, sind Bürste, Haargummi und für besten Halt noch Haarnadeln oder Haarspray.

Ähnlich wie ein Pferdeschweif

Den 'Pferdeschwanz' frisiert man, indem man die Haare mit einem Band oder Haargummi am Hinterkopf zusammenfasst. Durch die Ähnlichkeit der klassischen Frisur mit dem Pferdeschweif hat sich dieser Begriff schon früh durchgesetzt. Es gibt zahlreiche Varianten, vom straff zurückgebundenen bis zum lockeren, tief angesetzten 'Pferdeschwanz'.

Die Historie eines Klassikers

Der 'Pferdeschwanz' ist eines der ältesten Haarstylings und heute immer noch ein zeitloser Klassiker. Auffällig ist, dass früher auch viele männliche Repräsentanten ihre langen Haare zum 'Pferdeschwanz' oder zum Zopf gebunden trugen. Auch Kämpfer, wie die japanischen 'Samurai', frisierten ihre Haare in diesem Stil. In Europa kam der 'Pferdeschwanz' für den Mann mit der Zeit der Perücken im 18. Jahrhundert an. Zahlreiche Portraits aus den verschiedenen Stilepochen wie 'Rokoko' oder 'Barock' zeigen die damaligen Herrscher und Adeligen mit opulenten gepuderten Perücken, denen ein langer Zopf anhängt. Frauen trugen ihre Haare hingegen seit der Antike meist in geflochtenen oder geknoteten Frisuren. Erst im 20. Jahrhundert kam der 'Pferdeschwanz' auf – und erinnert noch heute an die jungen Mädchen, die in den 50er Jahren zu 'Rock’n’Roll' tanzten. Für Männer waren hingegen lange Zeit Kurzhaarfrisuren die einzige Option. Erst circa seit den 90er Jahren ist der 'Pferdeschwanz' für sie wieder salonfähig. Ein Vorreiter war hier Karl Lagerfeld, der sogar schon Mitte der Siebziger mit seiner ungewöhnlichen Frisur auffiel.

Nebenwirkungen

Bei dem straff frisierten 'Pferdeschwanz' entsteht eine starke Kopfhaut-Spannung. Ebenso wie beim schweren Dutt kann dies zu Kopfschmerzen führen. Diese Spannung lässt sich aber variieren, indem der 'Pferdeschwanz' weniger straff gebunden wird. Auch lange Haare können unter dem 'Pferdeschwanz' leiden. Ungeeignete Haargummis mit Metallschließe können die Haarstruktur verletzen, was dazu führt, dass die Haare abbrechen. Reichhaltige Pflege kann dem aber vorbeugen. Angenehmer sind Haargummis, die vollständig mit Stoff ummantelt sind.

Von praktisch bis glamourös

Der 'Pferdeschwanz' kann in vielen Varianten frisiert werden. Oft wird ein langer Zopf noch geflochten oder mit einem Glätteisen oder Lockenstab entsprechend in Form gebracht. Je nachdem, wie der 'Pferdeschwanz' gestylt wird, passt er zu verschiedenen Anlässen. Da die Frisur so wandelbar ist, eignet sie sich auch für ein seriöses Styling im Büro oder als Ausweg an einem 'Bad-Hair-Day'.

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