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Beautylexikon: Moorbad

Heilendes Moor

Seit Jahrhunderten werden dem Moor heilende Kräfte zugeschrieben. Man kann daheim oder in Kuranstalten seine wohltuende und entspannende Wirkung ausprobieren. Besonders die Moorpackungen sind bei vielen Beschwerden beliebt.

Woher kommt der Begriff Moorbad?

Unter einem Moorbad versteht man ein Voll- oder Teilbad, dem Moortorf zugesetzt wurde. Auch Packungen mit festerem Torf sind möglich.

Was ist ein Moorbad beziehungsweise eine Moorpackung?

Medizinische Behandlungen mit Moortorf zählen zur 'Balneotherapie'. Sie wirken entspannend auf Körper und Geist und werden auch bei den verschiedensten Beschwerden eingesetzt. Grund für die heilende Wirkung ist in erster Linie die Eigenschaft des Torfes, Wärme zu speichern. Diese wird dann während des Badens langsam an den Körper abgegeben. Auch Moorpackungen funktionieren nach diesem Prinzip. Sie können, da sie eher fest sind, besonders gut und vor allem gezielt aufgetragen werden und wirken noch intensiver als Bäder. Die Anwendungsdauer beträgt um die 20 bis 30 Minuten. Zusätzlich wurden in Torf entzündungshemmende Bestandteile gefunden, wie etwa die 'Huminsäure'. Studien haben gezeigt, dass auch der Hormonhaushalt des Menschen durch Mooranwendungen begünstigt werden kann. So wird Torf oft bei Unfruchtbarkeitsbehandlungen verwendet.

Welche Besonderheiten gibt es in Bezug auf ein Moorbad oder eine Moorpackung?

Moorpackungen oder -bäder wirken auf die Muskulatur. Sie verbessern die Durchblutung im Gewebe und regen so den Stoffwechsel an. Das führt zu einer Steigerung der Zellaktivität und indirekt wird dadurch auch das Immunsystem gestärkt. Besonders wirksam sind Moorbäder und Moorpackungen bei Problemen des Stütz- und Bewegungsapparates. Auch bei Bandscheibenproblemen werden sie gerne eingesetzt, genauso wie bei 'Rheuma', 'Arthrose', 'Ischialgie', 'Morbus Bechterew', Beschwerden in den Wechseljahren, gynäkologischen Erkrankungen und chronischer Muskelverspannung.

Was ist bei einem Moorbad oder einer Moorpackung zu beachten?

Als Naturprodukt findet man – je nach der Region, wo der Torf abgebaut wurde – die verschiedensten Inhaltsstoffe und deren Konzentration. Trotz der positiven Auswirkungen des Torfs auf unsere Gesundheit gibt es auch Kontraindikationen und nicht alle Menschen können von der heilenden Wirkung profitieren. So sollen Moorbäder oder Moorpackungen nicht bei Herzkrankheiten, starken Krampfadern, Krebserkrankungen, offenen Wunden oder 'Ekzemen', in der Schwangerschaft und bei sehr empfindlicher Haut angewendet werden.

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