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Beautylexikon: Milien (Grieskörner)

Milien: Wenn die Haut wie mit Grieskörnern bestreut aussieht

Milien werden aufgrund ihres Aussehens auch als Grieskörner oder als Hautgries bezeichnet. Das sind kleine Zysten, die sich in der Haut an den Ausgängen der Talgdrüsen bilden können. Die kugeligen festen Knötchen besitzen einen Durchmesser von ein bis zwei Millimetern. Sie scheinen auf der Haut aufzuliegen. Ihr Farbton variiert von weiß bis gelblich. Sie bestehen vorwiegend aus Horn. Meistens treten sie im Gesicht im Bereich der Augen auf und sind harmlos. Sie verschwinden in der Regel aber nicht von selbst wieder. Zu unterscheiden sind Milien von Gerstenkörnern und Hagelkörnern. Hagelkörner sehen zwar ähnlich aus, sind aber, wie der Name nahelegt, größer und befinden sich meist am Augenlid. Sie entstehen aus einer Art chronischen Entzündung am Ausführungsgang der Talgdrüse, sind aber nicht schmerzhaft. Hagelkörner können auch tiefer in der Haut liegen. Ein Gerstenkorn dagegen geht einher mit einer eitrigen bakteriellen Entzündung. Es ist schmerzhaft und in seiner Umgebung ist die Haut gerötet.

Entstehung von Milien

Warum Milien entstehen, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Eventuell spielt eine familiäre Veranlagung dabei eine Rolle. Dass sie häufig bei Mädchen und jungen Frauen vorkommen, führen manche Experten auf Hormonschwankungen zurück. Das Auftreten im Alter hängt vermutlich mit trockener Haut und mit Verhornungsstörungen zusammen. Auch Menschen mit unreiner Haut bekommen häufiger Milien. Bei Babys und kleinen Kindern tritt der Hautgries ebenfalls auf. Bei ihnen bildet er sich jedoch im Gegensatz zu den Knötchen bei Erwachsenen fast immer von selbst wieder zurück. Auch die sogenannten sekundären Milien, die infolge von Hautkrankheiten entstehen, können von selbst wieder verschwinden.

Grieskörner entfernen lassen

Wenn die harmlosen Knötchen kosmetisch störend wirken, kann man sie entfernen lassen. Die Kosmetikerin oder der Hautarzt ritzen die äußere Schicht vorsichtig mit einer Kanüle oder einer scharfen Klinge ein und entfernen den Inhalt, also das Gemisch aus Horn und Talg. Auch die Behandlung mit einem Laser ist möglich. Er trägt die oberen Schichten ab. Größere Milien und solche, die sich sehr nah am Auge befinden, sollten immer von einem Hautarzt behandelt werden. Zur Vorbeugung gibt es von Dermatologen keine eindeutigen Empfehlungen, deren Wirksamkeit bestätigt werden konnten. Oft wird ein Peeling empfohlen. Generell können jedoch alle Maßnahmen, welche die Verstopfung der Hautporen verhindern, hilfreich sein.

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