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Beautylexikon: Make-up

Make-up: Gestaltung und farbliche Definition des Körpers

Der Begriff 'Make-up' bezeichnet einerseits die abwaschbare Bemalung und Gestaltung von Gesicht und Körper sowie andererseits die dazu verwendeten Produkte. Die Bezeichnung stammt aus dem Englischen und heißt so viel wie 'Aufmachung'. Im Deutschen wird Make-up als Schminke bezeichnet. Dabei handelt es sich nicht nur um einen Trend, sondern um das regelmäßige Styling für den Alltag. Heute benutzen vor allem Frauen Make-up – die Tradition, sich mit Schminke zu verschönern, existiert allerdings bereits seit Jahrtausenden, und früher benutzten auch Männer gerne Make-up.

Die Geschichte des Make-ups

Das Verzieren des eigenen Körpers ist so alt wie die Menschheit selbst. Während das Schminken in den frühsten Zeiten rituelle und schamanische Zwecke verfolgte, diente es später als Kriegsbemalung zur Abschreckung der Gegner und zur Motivation der eigenen Männer oder Frauen. In Höhlenmalereien wurde der Körperkult festgehalten. Verschiedene afrikanische Völker verbinden bis heute die Schminke mit Schmucknarben, Tattoos und Piercings.

Im alten Ägypten stellte die Bemalung der Augen ein Sinnbild für den Sonnengott 'Ra' da. Frauen benutzten außerdem Rouge für die Wangen und Farbe für die Lippen. Dies hat sich bis heute gehalten. Sogar Wimperntusche wurde bereits in der römischen Antike verwendet – damals wurde sie allerdings noch aus gebranntem Kork hergestellt. In jedem Zeitalter und in jeder Kultur herrschten unterschiedliche Schönheitsideale, die entsprechend mit Make-up unterstrichen wurden.

Formen von Schminke

Verschiedene Arten des Make-ups haben sich bis heute gehalten. Das gewohnte Alltags- oder Festtags-Make-up wird meist als kosmetische Schminke beziehungsweise dekorative Kosmetik bezeichnet. Daneben gibt es auch medizinische Schminke, die zur Kaschierung von Narben oder anderen unschönen Hautveränderungen genutzt wird. Diese Methode wurde inzwischen größtenteils durch Lasertherapie verdrängt. Daneben gibt es gesondertes Film- und Theater-Make-up, das dem jeweiligen Anlass angepasst wird. An Fasching geht bei den meisten Narren das Kostüm mit passendem Make-up einher. In verschiedenen Szenen gilt die Form der Schminke außerdem als Erkennungsmerkmal. Dazu gehören beispielsweise die 'Gothic-' oder 'Visual-Kei'-Szene. Auch diese Nutzung von Make-up ist nicht neu. Bereits in Frühzeiten wurde Schminke verwendet, um die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Gruppen oder Stämmen darzustellen.

Make-up als Handelsgegenstand

Im Handel findet sich inzwischen eine ganze Menge an Make-up-Produkten und unterschiedlichste Artikel für die verschiedenen Anlässe und Gesichtszonen. Ob Lippenstift, Rouge, Mascara oder aber Theater- und Körperschminke – viele Drogerien und Parfümerien glänzen mit einem großen Sortiment. Zudem gibt es vor allem in Großstädten spezialisierte Händler und im Internet Onlineshops, die das anbieten, was der Drogeriemarkt nicht im Sortiment hat.

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