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Beautylexikon: LSF (Lichtschutzfaktor)

Sonnencreme und Co.: Wissenswertes rund um den Lichtschutzfaktor

Sobald der nächste Urlaub in der Sonne gebucht ist oder der Sommer vor der Tür steht, ist der Begriff wieder in aller Munde: Der Lichtschutzfaktor, kurz LSF. Er ist oftmals der ausschlaggebende Grund für Sie, sich für die eine oder andere Sonnencreme zu entscheiden. Aber was genau besagt der Lichtschutzfaktor eigentlich, und worauf sollten Sie vor dem nächsten Sonnenbad achten?

Was genau ist der Lichtschutzfaktor?

Die Bezeichnung 'Lichtschutzfaktor' gibt es seit dem Jahr 1956. Im Englischen heißt er SPF (Sun Protection Factor). Der LSF bezeichnet den Zeitraum, den die Haut bei Verwendung eines bestimmten Produkts der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein kann, ohne einen Sonnenbrand davonzutragen. Gemessen wird dabei der Schutz gegen UV-B-Strahlung. Eine verbindliche Messung und einen effektiven einheitlichen Schutz gegen die ebenfalls schädliche UV-A-Strahlung gibt es (noch) nicht.

Zwar besitzt unsere Haut eine gewisse Eigenschutzzeit; diese fällt aber bei hellen Hauttypen mit nur wenigen Minuten sehr gering aus. Bei dunkler Haut kann sie bis zu 90 Minuten betragen. Die Eigenschutzzeit gilt für einen Aufenthalt in der Sonne im mitteleuropäischen Sommer und fällt im Frühjahr oder Herbst entsprechend länger aus. Es ist möglich, die Eigenschutzzeit durch gezieltes Vorbräunen zu verlängern – für ein ausgedehntes Sonnenbad ohne unangenehme Konsequenzen reicht auch das bei vielen Nordeuropäern jedoch längst nicht.

Geringer oder hoher LSF: Welche Sonnencreme ist die richtige und wie trägt man sie auf?

Generell haben hellhäutige Menschen wieder das Nachsehen: Bei einer Eigenschutzzeit von nur fünf Minuten liegt die Dauer des Sonnenbads nur bei 60 Minuten, bevor ein unangenehmer und gefährlicher Sonnenbrand droht. Hier empfehlen sich Sonnenschutzprodukte mit einem besonders hohen LSF von 30 oder 50. Das gilt auch für Kinder, deren Haut noch deutlich empfindlicher ist als die von Erwachsenen. Alternativ zur herkömmlichen Sonnencreme können Sie auch Kleidung mit UV-Schutz verwenden: Vorgeschrieben ist hier ein LSF von mindestens 40, damit das Kleidungsstück als UV-Schutz anerkannt wird.

Wenn Sie vor der Wahl stehen, welcher Sonnenschutz für Sie der passende ist, können Sie eine ganz einfache Formel zur Bestimmung anwenden. Dazu sollten Sie sich vorab überlegen, wie lange Sie sich in der Sonne aufhalten möchten und – ganz wichtig! – Sie sollten Ihre individuelle Eigenschutzzeit kennen. Es gilt nämlich die Formel Eigenschutzzeit x Lichtschutzfaktor = Dauer des Sonnenschutzes. Beträgt die Eigenschutzzeit Ihrer Haut 10 Minuten und Sie tragen eine Sonnencreme mit dem LSF 20 auf, können Sie sich 200 Minuten lang vor Sonnenbrand geschützt in der Sonne aufhalten.

Es wird empfohlen, sich ca. 30 Minuten vor dem Sonnenbaden mit reichlich (in etwa eine haselnussgroße Menge für das Gesicht) Sonnencreme bzw. -milch einzuschmieren. Wichtig ist, dass das Mittel genügend Zeit zum Einwirken hat und nicht bereits komplett in die Haut einmassiert wird. Nachcremen aber bitte nicht vergessen. Besonders nach dem Schwimmen sollte der Sonnenschutz – selbst wenn dieser als wasserabweisend gekennzeichnet ist – neu aufgetragen werden.

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