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Beautylexikon: Linolsäure

Linolsäure: Wie wirkt sie innerlich und äußerlich?

Die Linolsäure gehört zu den essenziellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Da der Körper sie nicht selbst bilden kann, müssen wir ausreichende Mengen über die Nahrung aufnehmen. Als Bestandteil von Cremes und Kosmetika soll Linolsäure die Haut vor dem Austrocknen schützen, sowie Reizungen und Unreinheiten lindern.

Linolsäure gehört zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Bei Fetten denken viele Menschen zunächst an ungesunde Dickmacher. Doch Fette sind nicht nur Energiequellen, sie erfüllen auch andere lebenswichtige Aufgaben. Sie sind Bestandteil der Körperzellen und ermöglichen die Aufnahme fettlöslicher Vitamine (Vitamin E, D, K und A) aus der Nahrung. Alle Fette sind aus Fettsäuren aufgebaut. Man unterscheidet diese nach ihrem chemischen Aufbau in gesättigte, ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die Linolsäure ist mehrfach ungesättigt (genauer gesagt: zweifach ungesättigt) und gehört zur Untergruppe der Omega-6-Fettsäuren.

Bedeutung der Linolsäure in der Ernährung

Der Name 'Linolsäure' leitet sich vom lateinischen Wort für Lein ('linum') ab. Besonders reich an Linolsäure sind pflanzliche Öle wie Distelöl, Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl. Linolsäure ist eine sogenannte essenzielle Fettsäure, das heißt, unser Körper kann Linolsäure nicht selbst herstellen. Deshalb muss sie in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen werden. Linolsäure ist im Körper die Grundlage für die Synthese bestimmter Gewebshormone ('Prostaglandine'). In tierischen Lebensmitteln wie fettem Fleisch, Butter und Milchprodukten kommt Linolsäure in einer besonderen Form vor: als 'konjugierte Linolsäure' ('Conjugated Linolic Acid', kurz CLA). CLA soll einen diätetischen Effekt als 'Fatburner' haben, also den Fettstoffwechsel anregen und eine Gewichtsreduktion unterstützen. Einen wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt es aber noch nicht.

Linolsäure in Hautcremes und Kosmetika

Linolsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Haut. Sie stabilisiert die Hautzellen und unterstützt die Barrierefunktion der Haut. Ein Mangel an Linolsäure macht die Haut trocken, schuppig und weniger elastisch. Statt Linolsäure über die Nahrung aufzunehmen, kann sie in Cremes und Kosmetika auch direkt auf der Haut angewendet werden. Linolsäurehaltige Cremes werden gegen Hautreizungen, Hautunreinheiten, Lichtschädigungen der Haut und Altersflecken verwendet. Auch in Anti-Aging-Produkten ist oft Linolsäure enthalten. Die Wirkung ist auf gesunder Haut jedoch wissenschaftlich umstritten, da die Linolsäure aufgrund ihrer Größe durch die Poren intakter Haut gar nicht eindringen kann. Bei bereits geschädigter Haut ist eine Wirkung jedoch nachgewiesen.

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