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Beautylexikon: Lanolin

Lanolin – Wollwachs als natürliche Hautpflege

Lanolin ist ein Sekret, das von Schafen zur Pflege ihrer Haut und ihres Fells gebildet und durch spezielle Drüsen produziert wird. Bekannt ist dieses natürliche Pflegemittel auch unter den Namen Wollwachs oder Wollfett. Es schützt nicht nur Haut und Wolle der Schafe hervorragend gegen Kälte, Nässe und Trockenheit, sondern eignet sich auch ideal zur Pflege menschlicher Haut. Qualitativ hochwertiges, wasserfreies Wollfett neigt nicht zum Verderben, schmilzt bei etwa 40 Grad Celsius und hat eine hell- bis dunkelgelbe Farbe sowie einen eigentümlichen, aber schnell verfliegenden Geruch. Das Wollfett kann entweder pur oder in Salben mit anderen kosmetischen Wirkstoffen verwendet werden. Auch hautpflegende Seifen oder andere Reinigungsmittel können Lanolin enthalten.

Lanolin – ein natürliches Hautpflegemittel mit vielfältigen Anwendungsgebieten

Lanolin wirkt rückfettend, feuchtigkeitsspendend und macht die Haut zart und geschmeidig. Zudem hilft es gegen kleinere Verletzungen und oberflächliche Wunden, da es heilende und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. So wird es nicht nur zur Pflege trockener und empfindlicher Haut eingesetzt, sondern auch in Babypflegecremes, für Wundsalben und als Grundlage für zahlreiche Salben und Lotionen genutzt. Stillenden Müttern schafft es als Brustwarzensalbe Erleichterung – es pflegt die gereizte, wunde Haut und ist dabei geruchs- und geschmacksneutral, sodass das Baby dennoch bedenkenlos gestillt werden kann. Auch von der Sonne strapazierte Haut kann sich durch den Einsatz von Cremes mit Wollfett schneller erholen und regenerieren. Insgesamt ist Lanolin bestens zur Hautpflege geeignet, da es tiefenwirksam ist, die Poren nicht verstopft und die Haut ideal mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt. In der Kranken- und Altenpflege sowie bei Babys wird Wollfett häufig verwendet, um ein Wundliegen zu vermeiden und vom Liegen strapazierte, empfindliche Hautstellen, zum Beispiel an Rücken, Armen oder Beinen, zu pflegen.

Wie wird Lanolin gewonnen?

Wollfett ist ein Nebenprodukt der Schafschur, es wird beim Waschen der geschorenen Wolle mit Hilfe von Säuren und Separatoren aus dem Wasser gefiltert. Anschließend wird es in mehreren Schritten gereinigt und aufbereitet. Bei hochwertigem Lanolin, wie es in Apotheken und von den Herstellern qualitativ hochwertiger Kosmetikprodukte verkauft wird, werden zudem die Überreste von Pestiziden, die gegen Zecken- und Parasitenbefall eingesetzt werden, aus dem Wollwachs entfernt. Die pharmazeutische Bezeichnung Lanolin dürfen nur Produkte tragen, die etwa 65 Prozent Wollwachs, 20 Prozent Wasser und 15 Prozent dickflüssiges Paraffinöl enthalten. Ein zähflüssiges, gelbes Aussehen ist typisch für Wollfett.

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