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Beautylexikon: Kieselerde

Ist Kieselerde ein unbedenkliches Beautymittel?
Kieselerde soll sich positiv auf Haare und Nägel auswirken, aber sie hat auch ihre Tücken. © Getty Images/Vetta, lambada

Kieselerde – siliziumhaltige Mineralien mit positiver Wirkung auf Haut, Haare und Nägel

Kieselerde ist ein grober Begriff für Mineralien und Ablagerungen mit einem hohen Gehalt an Silizium. Sie wird aus fossilen Kieselalgen gewonnen und ist mineralischen Ursprungs. In ihr sind große Mengen von Silizium enthalten, welche ebenfalls in menschlichen und tierischen Knochen, Zähnen, Nägeln/Krallen oder Hufen sowie Haut und Haaren enthalten sind. So kann die regelmäßige Einnahme von Silizium die Stabilität von Knochen und Zähnen verbessern, den Fettstoffwechsel beeinflussen und sich positiv auf die Bildung von Gelenk- und Knorpelgewebe auswirken. Auch Nägel, Haare und Haut, hier vor allem das Bindegewebe, sollen von Silizium profitieren.

Was soll das Einnehmen von Kieselerde bewirken?

Kieselsäure, die mit einem großen Anteil in der sogenannten Kieselerde enthalten ist, besteht zu einem hohen Prozentsatz aus dem wertvollen Spurenelement Silizium. Dieses Halbmetall ist auch in Pflanzen enthalten, wo es für Elastizität, Spannkraft und Flexibilität sorgt – so ist es vorwiegend dafür verantwortlich, dass Stängel und Grashalme sich bei Wind extrem biegen können, ohne zu brechen.

Der gleiche Effekt wird der Kieselerde auch beim Menschen nachgesagt; sie soll bei regelmäßiger Einnahme Nägel, Haare, Haut und Bindegewebe elastisch machen und stärken. So werden Haare und Nägel vor Schäden durch Brüchigkeit und Trockenheit geschützt. Zudem wird das Haar dicker und voller. Durch die positive Wirkung auf Haut und Bindegewebe können Fältchen gemildert werden, die Haut bekommt ein insgesamt strafferes und jugendlicheres Erscheinungsbild.

Aber auch medizinische Nutzen werden der mineralischen Verbindung zugeschrieben: Als Gel kann Kieselerde oder -säure auf Sonnenbrand, kleine Verletzungen oder Hautreizungen aufgetragen werden, wo es eine lindernde und heilende Wirkung entfaltet. Die leicht kühlende Wirkung kann bei Verletzung schnell und zuverlässig Schmerzen lindern. Gegen Lippenherpes und Entzündungen hilft das Gel ebenfalls. Zudem kann Kieselsäure – oral angewendet – gegen Magen-Darm-Beschwerden wie zum Beispiel Durchfall angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann die Einnahme von Kieselerde haben?

Kritiker bemängeln, dass spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit Kieselerde Verschwendung seien – mit einer ausgewogenen Ernährung werde der Körper ausreichend mit Silizium versorgt, sodass eine zusätzliche Einnahme überflüssig sei. Zudem sind wohl keine Mangelerscheinungen bei einer Unterversorgung mit Silizium bekannt. Bei dauerhafter Einnahme besteht die Gefahr einer Überversorgung mit dem Spurenelement, was langfristig zu Schädigungen der Nieren oder zu schmerzhaften Harnsteinen führen kann. Eingeatmet sollen die Bestandteile der gängigen Kieselerde-Präparate sogar die Entstehung und das Wachstum von Tumoren in der Lunge fördern. Wissenschaftlich bewiesen sind die positiven Einflüsse von Kieselerde auf Aussehen, Vitalität und Gesundheit auch nicht wirklich – Forscher gehen davon aus, dass zu einem großen Teil lediglich eine Placebo-Wirkung vorhanden ist. Die Hersteller der Präparate berufen sich jedoch auf die lange Tradition der Einnahme von Kieselerde oder -säure.

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