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Beautylexikon: Kajal

Kajal: Hilfsmittel für schöne Augen

Der Kajalstift ist aus dem Schminktäschchen nicht wegzudenken. Schon vor vielen Jahrhunderten dienten seine Vorgängermodelle dazu, die Augen zu betonen und den Blick zu unterstreichen. Obgleich die klassische Variante eigentlich Schwarz ist, gibt es Kajal inzwischen auch in vielen bunten Farben.

Ein Schminkutensil aus der Steinzeit

Die Geschichte des Kajals geht bis in die Steinzeit zurück. Damals hatten die Menschen aber natürlich keine handlichen Kajalstifte. Sie kreierte diese Schminke auf Basis von schwarzer Kohle beziehungsweise Ruß. Anfänglich ging es nicht um ein schöneres Aussehen, sondern um einen praktischen Nutzen: Das Schwarz schluckte die Sonneneinstrahlung und ließ die Menschen besser sehen. Eine überaus lange Tradition hat der Kajal zudem in Ländern wie Ägypten und Indien, in denen ein heißes Klima vorherrscht. Die schwarze Umrandung der Augen sollte Insekten abschrecken. Aus religiösen Gründen setzten die Pharaonen die schwarze Augenbemalung ein. Bei hinduistischen Gottesdiensten spielt der Kajal immer noch eine bedeutende Rolle, da mit ihm Gottheiten erweckt werden können.

Der Kajalstrich: kleiner Aufwand, große Wirkung

Der Kajalstrich ist heute in der westlichen Kultur eine gängige Technik, um die Augen erstrahlen zu lassen. Werden sie damit geschickt umrandet, erscheinen sie größer. Des Weiteren kann der Kajal je nach Inhaltsstoffen und Auftragetechnik für feucht aussehende Augen sorgen und sie so zum Leuchten bringen. Außerdem lassen sich mit einem Kajastift Katzenaugen oder Smokey Eyes schminken, die besonders verführerisch wirken.

Daraus setzt sich ein Kajalstift zusammen

Im alten Ägypten war der Kajal in Pulverform erhältlich und ist mit dünnen Stäbchen auf die Haut aufgetragen worden. Der schwarze Kajal setzte sich aus Inhaltsstoffen wie Bleiglanz, Ruß, Magnetit, schwarzem Eisenoxid und Manganoxiden zusammen. Der grüne Kajal wurde aus dem fein geriebenen Staub des Edelsteins Malachit gewonnen. Heute hat sich die Zusammensetzung natürlich geändert. Der klassische Kajal besteht aus Wachsen, Pflanzenölen, Glimmer, Fetten, Vitaminen und Talkum. Auch Kohle beziehungsweise Eisenoxide und Eisenhydroxide sind vorhanden. Obgleich schwarze Kajalstifte den höchsten Absatz verzeichnen, ist der Schminkstift inzwischen ebenfalls in bunten Farben sowie in Weiß erhältlich.

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