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Beautylexikon: Hyaluronsäure

Hyaluronsäure – beliebter Wirkstoff in Kosmetik und Medizin


Die Hyaluronsäure ist eine gelartige Flüssigkeit, die in unserem Bindegewebe vorkommt und vom auch Körper selbst hergestellt wird. Ihre hervorragendste Eigenschaft ist die Fähigkeit Wasser zu binden. Im Griechischen bedeutet der Begriff Hyaluron soviel wie gläsern. Und genauso wie Glas ist diese Flüssigkeit auch durchsichtig. Unter anderem kommt sie im Glaskörper unserer Augen vor.

Was ist Hyaluronsäure?

Rein chemisch betrachtet besteht dieser Wirkstoff aus Zuckermolekülen, die die Fähigkeit besitzen, Wasser zu binden, und zwar in sehr großen Mengen. So bindet etwa ein Gramm bis zu sechs Liter Wasser. Im Laufe des Alters nimmt nun die Hyaluronmenge in unserem Bindegewebe ab, die Folge davon ist eine nachlassende Spannkraft, die Haut wirkt nicht mehr so prall wie in jungen Jahren und Falten bilden sich. Dann wird gerne Hyaluronsäure eingesetzt – sowohl in Pflegeprodukten als auch bei Unterspritzungen – da so wieder eine glatte und straffe Haut erzielt werden kann.

Welche Besonderheiten gibt es in Bezug auf Hyaluronsäure

Hyaluronsäure wird zwar von unserem Körper selbst gebildet, möchte man sie jedoch in der Kosmetik oder Medizin einsetzen, dann muss man auf den Wirkstoff aus dem Labor zurückgreifen, der heutzutage meistens auf biotechnischem Weg gewonnen wird. Diese Methode bietet eine höhere Reinheit als etwa die Gewinnung aus Hahnenkämmen, die noch vor einigen Jahren gang und gäbe waren. Auch gibt es dabei kein Risiko von allergischen Reaktionen auf tierisches Eiweiß. Dazu kommt ein höheres Molekulargewicht, durch das der Wirkstoff länger im Bindegewebe bleibt und längerfristige Ergebnisse bietet.

Wo wird Hyaluronsäure eingesetzt?

In der Kosmetikindustrie wird der Wirkstoff im Bereich Anti-Aging verwendet. Er bindet Feuchtigkeit und polstert so die Haut auf. Zusätzlich arbeitet er in den tieferen Hautschichten, was für eine Langzeitwirkung sorgen soll. Auch in der Ästhetischen Medizin kommt Hyaluronsäure gerne zum Einsatz, indem der Wirkstoff als Filler in die Haut injiziert wird. Das hilft gegen den Volumensverlust, regt die Produktion von körpereigenem Kollagen an und die Haut wirkt sichtbar jünger und glatter – selbst bei tieferen Falten. Das Ergebnis hält circa ein Jahr an. In der Medizin wird in der Orthopädie Hyaluronsäure benötigt. In die Gelenkknorpel injiziert, bringt sie den notwendigen Schmierstoff, der bei Arthrosepatienten kaum mehr vorhanden ist.

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