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Beautylexikon: Duftnote

Duftnoten – Parfum verführt Kopf und Herz

Ungefähr zehn Millionen Sinneszellen ermöglichen es uns, viele Tausend verschiedener Gerüche zu unterscheiden. Mit Parfums umgeben wir uns mit feinen Düften. Gute Parfümeure benötigen einen ausgezeichneten Geruchssinn, nur sie sind normalerweise in der Lage, aus verschiedenen Duftnoten ein stimmiges Parfum zu schaffen. Doch was sind Duftnoten?

Eine Ode an die Nase aus drei Noten

Beim ersten Hinriechen nehmen wir meist die Gesamtkomposition war – erst mit etwas Mühe erkennt die ungeübte Nase, dass hinter einem Parfum noch viel mehr steckt. Der Duft setzt sich nämlich aus drei Duftnoten zusammen, die zeitlich versetzt ihren großen Auftritt haben. Man nennt diese Noten Kopfnote, Herznote und Basisnote.

Zum Auftakt spielt die Kopfnote die wichtigste Rolle. Sie ist sofort wahrnehmbar und nicht selten der Grund dafür, ob sich die potentielle Käuferin für oder gegen den Duft entscheidet. Der intensive Duft betört die Sinne etwa zehn Minuten lang – danach verfliegt er langsam und macht Platz für die Herznote: Die Herznote berührt auch noch, wenn die ersten Schmetterlinge im Bauch verflogen sind. In ihr liegt der eigentliche Charakter des Parfums verborgen. Über Stunden hinweg kann die Nase diese Note wahrnehmen. Meist wählen Parfümeure blumige Düfte für diesen Part. Wenn Kopf- und Herznote abgeklungen sind, ist das, was bleibt, die Basisnote. Wie eine süße Erinnerung an schöne Momente bleibt sie noch lange wahrnehmbar. Sie besteht aus schweren Aromen, die sich erst nach einiger Zeit verflüchtigen.

Duftfamilien – daraus bestehen Parfums

Düfte werden in Duftfamilien eingeteilt, die zur Klassifizierung dienen. Vielleicht haben Sie folgende Komponenten schon einmal herausgerochen:

- blumig: Blumige Noten sind Grundbestandteil vieler Parfums. Pelargonien, Lavendel und Rose gehören zu den häufigsten Duftbausteinen.

- fruchtig und tropisch: Fruchtnoten sind u.a. Pfirsich, Himbeere, Pflaume und Bergamotte.

- orientalisch: Düfte und Gewürze des Orients wie Vanille, Kardamom, Nelken, Zimt und Piment sind typisch.

- holzig: etwa Sandelholz, Zedernholz oder Olibanum (Weihrauch)

- ledrig: Ledernoten werden oft für das Hervorheben maskuliner Duftkompositionen verwendet. Sie können samtig, säuerlich oder rauchig sein. Hier sind Juchten und Tabak wichtige Aromen.

- Zitrus: Düfte wie Zitrone, Mandarine oder Orange

- 'Chypre-Noten': nach der Insel Zypern benannt, Duftkonzept aus Zitrusaromen, Holznoten, Eichenmoos und Moschus

- 'Fougère-Noten': Das Duftkonzept setzt sich aus Lavendel, Eichenmoos und Kumarin zusammen.

- 'Gourmand-Noten': Hierzu zählen etwa Schokolade, Honig und Karamell.

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