Beautylexikon Beautylexikon

Beautylexikon: Ceramide

Ceramide: ein bedeutender Bestandteil vieler Kosmetikprodukte

In einigen Pflegeprodukten gehören Ceramide zu den Inhaltsstoffen. Diese winzigen Fettbausteine befinden sich auch in der menschlichen Haut. Sie verhelfen dazu, dass sich einzelne Hornzellen miteinander verbinden können. Dies macht sie zum effizienten Helfer gegen trockene Haut.

Schutz vor dem Austrocknen

Ceramide ist der Name für eine Untergruppe von sogenannten Sphingolipiden, die zur Obergruppe der Lipide gehören. Ihr sonderbarer Name begründet sich in der mystischen Sphinx, denn der Arzt Johann Ludwig Thudichum wusste nichts mit ihnen anzufangen, als er sie 1874 entdeckte. Heute ist wissenschaftlich belegt, dass jeweils ein Sphingosinmolekühl Ceramide aufbaut. Dieses Molekül wiederum wird an eine Fettsäure gebunden. Gemeinsam mit weiteren Hautbestandteilen finden sie sich in der menschlichen Hornschicht. Die Doppellipidschichten lassen einen natürlichen Vorgang entstehen, der einer Austrocknung der Haut und ein Eindringen von Fremdstoffen vermeidet. Sobald dieses Gleichgewicht an zusammenarbeitenden Stoffen beeinträchtigt wird, lässt sich dies an der Haut ablesen. Sie reagiert mit Trockenheit und einschlägigen Erkrankungen wie Schuppenflechte, Dermatosen und Neurodermitis.

Unterschiedliche Klassen an Ceramiden

Die Wissenschaft kennt unterschiedliche Klassen an Ceramiden, die ihre Kennzeichnung durch römische Ziffern erhalten. Ceramid I und Ceramid III sind von herausragender Bedeutung für den Körper und damit für die Kosmetik sowie Medizin. Ceramid I ist ein elementarer Bestandteil in den Hornhautschichten und der bekannten Linolsäure. Nimmt der Körper nicht hinreichend essentielle Fettsäuren auf, kann Ceramid I nur unzureichend ausgebildet werden und die Haut schuppt. Ebenso wie Ceramid I trägt auch Ceramid III entscheidend zu der Erneuerung der natürlichen Hautbarriere und der Bildung eines Schutzes gegen Feuchtigkeitsverlust bei.

Anwendungsgebiete von Pflegeprodukten mit Ceramiden

Ceramide finden sich in diversen kosmetischen Produkten, die einer trockenen Haut vorbeugen sollen. Auch in einigen Haarpflegepräparaten sind sie enthalten. Diese Shampoos und Spülungen können die Schuppenschicht der Haare stabilisieren und brüchige Stellen ausbessern. Die Medizin macht sich die Ceramide ebenfalls zunutze. Sie sollen bei Hautstörungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis das Krankheitsbild verbessern. Poröse Zonen in der Hornschicht lassen sich beseitigen, sodass ein einheitliches Hautbild entsteht.

Anzeige