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Beautylexikon: Calendula

Calendula – Allrounder in der Naturheilkunde

Der Begriff Calendula meint im Deutschen die Garten-Ringelblume. Die Bezeichnung stammt von dem botanischen Namen der Pflanze, der 'Calendula officinalis' lautet. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und einige ihrer Pflanzenteile werden in der Naturheilkunde gegen verschiedenste Beschwerden eingesetzt. Kaum einer Pflanze werden so zahlreiche Heilwirkungen zugeschrieben.

Beschreibung der Ringelblume

Bei der Calendula handelt es sich um eine einjährige Pflanze. Sie ist krautig und kann 70 Zentimeter hoch werden. Ihre Stängel sind oben verzweigt und eher kantig. Außerdem sind sie mit einem weichen Flaum behaart. Die Laubblätter besitzen keinen Stiel und ihre Farbe variiert zwischen hell- und mittelgrün. Die Blütenfarbe der Ringelblume ist sehr typisch und die Blüten sind kaum zu verwechseln. Die Zungenblüten sind gelblich bis orangegelb und erinnern etwas an die Farbe von Eidotter.

Woher die Calendula ursprünglich stammt, ist übrigens nicht bekannt. Vermutet wird ihre Herkunft im Mittelmeerraum. Inzwischen findet sie sich in ganz Europa.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Für die Pharmazie sind besonders die enthaltenen Flavonoide interessant. Die Stoffe geben der Pflanze nicht nur die Farbe, sondern besitzen auch gesundheitliche Relevanz. Isorhamnetin- und Quercetinglycoside sind zu rund einem Prozent enthalten. Besonders für die Naturheilkunde sind außerdem die ätherischen Öle, Saponine und Carotinoide wichtig.

Präparate, die Calendula enthalten, sind einerseits keimtötend und andererseits entzündungshemmend. Dazu kommt, dass die Ringelblume eine wundheilende Wirkung hat. Auch gut zu wissen: Calendula ist besonders hautpflegend.

Anwendungsgebiete und -formen

Das hauptsächliche Anwendungsgebiet der Ringelblume liegt in der äußerlichen Nutzung bei Hauterkrankungen. Dazu gehören Ekzeme, leichte Brandwunden, Furunkel und Hautentzündungen. Die Liste der Anwendungsbereiche ist allerdings noch sehr viel länger. Auch bei Angstzuständen und Brechreiz soll Calendula helfen. Sie gilt als echtes Talent in der Pflanzenheilkunde.

So wird sie auch bei Hämorrhoiden, Sonnenbrand, Quetschungen und Menstruationsschmerzen genutzt. Ganz allgemein wird sie eingesetzt bei:

- Beschwerden der Verdauungsorgane

- Beschwerden des Nervensystems

- Beschwerden der Haut

- Frauenleiden

Ob Tee, Tinktur oder Salbe – die Ringelblume kann in verschiedensten Formen angewendet werden. Der Tee soll gegen Einschlafstörungen oder Kopfschmerzen helfen. Außerdem wirkt er sich positiv auf die Verdauung aus und lindert Übelkeit und Brechreiz. Übrigens besitzt die Ringelblume auch eine abführende Wirkung und sollte daher innerlich nur mit Vorsicht angewendet werden. Äußerlich kann die Calendula sehr viel mehr und ist auch weniger bedenklich.

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