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Beautylexikon: Botox

Botox – Gift für nervige Falten und Schweißproduktion

Botox, genauer gesagt Botulinumtoxin, ist ein starkes Nervengift, das insbesondere zur Behandlung von (Mimik-)Falten eingesetzt wird, aber auch etwa bei Muskelverkrampfungen oder zur Minimierung der Schweißproduktion. Weitere Einsatzgebiete sind Migräne, Strabismus (Augenfehlstellung) und Bewegungsstörungen. Der Begriff Botulinum stammt von dem lateinischen Wort 'botulus ' (= Wurst). Im 19. Jahrhundert bekamen viele Menschen lebensgefährliche Lebensmittelvergiftungen durch den Verzehr von Wurst und anderen Produkten, weil die Lebensmittel mit das Nervengift Botulinumtoxin produzierenden Bakterien (Clostridium botulinum) verseucht waren (Botulismus). Das Stoffwechselprodukt der Bakterien ist das Gift Botox.

Wirkung von Botox

Das in die Haut injizierte Nervengift hemmt den Botenstoff (Neurotransmitter) Acetylcholin an den Nervenenden der Muskeln, woraufhin sich diese entspannen. Das geschieht bereits unmittelbar nach der Injektion. Die Botox-Menge hängt ab von der Art der Behandlung und vom Gewicht des Betroffenen. Auf Grund der Muskelentspannung glättet sich die Haut. Bei der Bekämpfung übermäßiger Schweißproduktion wird Ihnen flächenmäßig Botox in die Handinnenflächen oder unter die Achseln gespritzt.

Nach 48 Stunden bis 2 Wochen ist das Ergebnis sichtbar. Die Wirkung hält jedoch nicht ewig an, weil das Gift nach und nach abgebaut wird. Nach etwa vier bis sechs Monaten müssen Sie die Behandlung daher wiederholen. Eine Behandlung kostet ungefähr 300 bis 400 Euro (die Krankenkasse zahlt die Behandlung von Falten nicht, nur bei ernsten Erkrankungen).

Risiken und Nebenwirkungen

Eine Vergiftung mit Botulinumtoxin ist bei der Behandlung ausgeschlossen, weil der oberflächlich injizierte Wirkstoff gar nicht in den Kreislauf gelang. Selten können Blutergüssen bei der Injektion entstehen, zur Vermeidung solcher wird oft danach auf die Stelle gedrückt und gekühlt. Allergien gegen das Gift sind ebenfalls sehr selten. Natürlich muss der Arzt das Gift in die Muskeln spritzen. Spritzt er in ein Blutgefäß (was aber so gut wie nie vorkommt), gelangt das Gift in den Körper, was fatal sein kann. Langfristige Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Durch falsch berechnete Injektionsmengen können für die Zeit der Botox-Wirkung die Augenlider etwas hängen.

Durch die Einwirkung von Hitze (etwa beim Sonnenbaden) wird Botox übrigens schneller abgebaut. Auch sollten Sie die Behandlung nicht in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Gerinnungsstörungen bzw. Muskelerkrankungen vornehmen lassen.

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