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Beautylexikon: Augenbrauen

Augenbrauen: natürlicher Schutz, Kommunikationsmittel, Fashion-Statement

Als Augenbrauen werden die behaarten Partien über den Augenhöhlen bezeichnet. Neben dem Menschen besitzen viele Säugetiere wie beispielsweise Hunde oder Schimpansen die feinen Haarstreifen. Die Hauptfunktionen der bogenförmig angeordneten Haare bestehen darin, die Augen vor Schweiß, Nässe oder Staub zu schützen. Die Augenbrauen übernehmen außerdem eine wichtige Rolle bei der zwischenmenschlichen Kommunikation, da sie die Mimik maßgeblich beeinflussen. In den meisten Kulturen ist das Modifizieren der Augenbrauen verbreitet und teilweise sogar erwünscht. Übliche Techniken sind das Zupfen, Nachziehen oder Tätowieren der Brauen. So werden gepflegte und gestylte Brauen auch zum Fashion-Statement.

Natürlicher Schutz vor Schweiß, Staub und Insekten

Die Bedeutung der menschlichen Augenbrauen wird schon seit Jahrtausenden unter Medizinern und Psychologen diskutiert. Der antike, griechische Forscher Herophilos stellte die These auf, dass Regen oder Schweiß durch die natürliche Bogenform der Brauen seitlich am Gesicht herabläuft und weder in die Nase, noch in die Augen fließen kann.

Zupfen, rasieren, tätowieren – kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Aus psychologischer Sicht haben Augenbrauen eine besonders wichtige Funktion beim Ausdrücken und Verstehen von Emotionen. Insbesondere Überraschung, Wut und Zweifel werden maßgeblich mit Hilfe der Augenbrauen kommuniziert. Außerdem bestimmt die natürliche Form der Brauen die Gesamtwirkung einer Person. Buschige oder stark geschwungene Augenbrauen verleiten den Betrachter dazu, sein Gegenüber als grimmig, skeptisch oder arrogant zu betrachten. Um diesem Eindruck entgegenzuwirken, greifen viele Menschen auf Wachs, Pinzetten, Scheren oder spezielle Rasierer zurück. Insbesondere zusammengewachsene Augenbrauen, die in einigen Kulturen als Schönheitsideal gelten, werden in Europa zumeist als Makel betrachtet und korrigiert.

Die perfekte Braue? Eine Frage der Mode!

Augenbrauen sind immer dem jeweiligen Zeitgeist, einer bestimmten Kultur und auch der Geschlechtsangehörigkeit unterworfen. Galten in den 1920er Jahren dünn gezupfte, dramatische Augenbrauen im Stil Marlene Dietrichs noch als besonders modisch und emanzipiert, wurden die 1960er Jahre eher von jugendlichen, natürlichen Frauen geprägt. Ein gutes Beispiel ist Audrey Hepburn, die für ihre markanten, dunklen Augenbrauen berühmt war. Nach den feinen, kindlichen Augenbrauen der 1990er Jahre sind in den letzten Jahren wieder vermehrt natürliche, akzentuierte Augenbrauen en vogue. Um den Look zu perfektionieren, eignen sich Hilfsmittel wie Augenbrauengel, das den Brauen mehr Volumen verleiht. Mit Augenbrauenstiften können fehlende Härchen ausgeglichen und der perfekte Schwung betont werden. Als permanente Lösung eignen sich zudem Haarimplantate oder spezielles Färbemittel, das den Brauen mehr Intensität verleiht.

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