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Beautylexikon: Arganöl

Arganöl – ein facettenreiches Pflanzenöl

Arganöl gehört zu den wertvollsten Pflanzenölen der Welt, und das nicht zuletzt wegen seines hohen Gehalts an essenziellen Fettsäuren. Interessant ist es dadurch nicht nur für Gourmetkochs, sondern auch für Hersteller von Kosmetikprodukten. Doch woher stammt das Öl eigentlich? Arganöl wird auch als Arganienöl bezeichnet. Zur Gewinnung desselben werden die Beeren des Arganbaumes gepresst. Als Speiseöl besitzt es ein sehr eigenes Aroma, allerdings ist es auch relativ teuer.

Eigenschaften und Wirkung

Ein erster Blick auf die Fettsäuren des Arganöls wird die meisten Experten wenig begeistern. Die Zusammensetzung dieser ist ähnlich wie beim Erdnussöl und als eher mittelmäßig zu betrachten. Daneben ist auch das Verhältnis zwischen α-Linolen- und Linolsäure kaum erwähnenswert. Während 4:1 oder 5:1 als gesundheitsfördernd angesehen wird, schneidet Arganöl mit einem Verhältnis von 340:1 eher schlecht ab. Viel interessanter sind die enthaltenen Tocopherole. Hierbei handelt es sich um Varianten von Vitamin E. Daneben finden sich im Arganöl zwei Phytosterine, die andere Öle nicht vorweisen. Gut zu wissen: Phytosterine hemmen die Produktion von Cholesterin. Daneben sollen die Substanzen Spinasterol und Schottenol Tumore bekämpfen und die Zellerneuerung in Schwung bringen.

Interessant ist außerdem, dass Arganöl Phenolsäuren enthält, deren Struktur Curcumin ähnelt. Sie sind antimikrobiell und helfen beim Aufbau von Zellwänden.

Anwendungsbeispiele von Arganöl

In der Haarpflege und der Hautpflege wird Arganöl besonders oft eingesetzt. Es findet sich in Kurpackungen oder Shampoos und hat eine glättende Wirkung. Es gibt dem Haar Elastizität und Glanz zurück, und kann brüchiges und strapaziertes Haar zu einem gewissen Grad reparieren. Auch wenn Sie an Schuppen leiden, kann Arganöl hilfreich für Sie sein. Wer das Öl nach der Haarwäsche in die Kopfhaut einmassiert und eine Weile einwirken lässt, wird nach mehrmaliger Anwendung eine Besserung der Beschwerden erkennen. Zudem soll es das Haarwachstum fördern und Haarausfall verringern. Als Massageöl, Badezusatz oder Gesichtsmaske hilft Arganöl außerdem gegen

- Schuppenflechte,

- trockene Haut,

- Neurodermitis und

- Ekzeme.

Zusätzlich wird Arganöl auch in Cremes oder Pflegeölen verarbeitet. In Salatdressings reichen schon drei Teelöffel am Tag, um den Körper positiv zu beeinflussen. Heilpraktiker empfehlen bei der äußerlichen Anwendung die Mischung eines Esslöffels des kalten Öls mit Heilerde.

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