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Beautylexikon: Akne

Akne - was tun?

Fast jeder Mensch hat – gerade im Jugendalter – ab und an Pickel, die aber meist nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Bei Akne jedoch ist die Talgproduktion der Haut erhöht, weshalb Pickel und Mitesser gehäuft auftreten. Neben dem Gesicht können auch Hals, Nacken, Dekolleté, Arme und Rücken betroffen sein.

Unterschiedliche Formen von Akne und wie sie entstehen

Es gibt verschiedene Ursachen, die zur Entstehung von Akne führen können. Die häufigste Akneform ist die 'Acne vulgaris', die gewöhnliche Akne, die bei Jugendlichen auftritt. In der Pubertät sorgt eine steigende Produktion des männlichen Geschlechtshormons bei Jungen und auch bei Mädchen für eine vermehrte Talgbildung. Haut und Haare werden dadurch fettiger. Eine Verstopfung der Talgdrüsen führt zu Mitessern, Pusteln oder Pickeln. Diese Form der Akne klingt spätestens im dritten Lebensjahrzehnt von selbst ab. Andere Akneformen können auch nach der Pubertät auftreten. Zu den schwersten Formen gehört die so genannte 'Acne inversa'. Diese betrifft vor allem Hautfalten und Stellen, an denen Hautflächen miteinander in Berührung kommen, wie beispielsweise die Achselhöhle, Gesäßfalte, die Leisten oder zwischen den Brüsten. Ärzte unterscheiden noch zahlreiche weitere Formen der Akne nach dem Auslöser der Erkrankung oder nach dem Lebensalter. Die 'Acne neonatorum' tritt bei Neugeborenen auf, die 'Acne infantum' bei Kindern ab dem dritten Lebensmonat. Lösen bestimmte Kosmetika eine Akne aus, dann wird diese 'Acne cosmetica' genannt. Die sogenannte Mallorca-Akne wird durch UV-Strahlung verursacht. Medizinisch wird sie 'Acne aestivalis' genannt und entsteht vermutlich durch das Zusammenspiel von UV-Licht mit fetthaltigen Sonnenschutzmitteln. Andere Akneformen werden durch Medikamente oder durch Kontakt mit bestimmten Substanzen wie Chlor, Öl oder Teer verursacht.

Behandlung

Die häufigste Form der Akne, die 'Acne vulgaris', ist keine schwere Erkrankung und bildet sich mit zunehmendem Alter von selbst zurück. Sie wirkt jedoch optisch unschön, was gerade für Jugendliche in einem sensiblen Alter als sehr belastend empfunden wird. Bei schweren Akne-Erkrankungen können sich die Talgdrüsen außerdem schmerzhaft entzünden. Infektionen der Pickel mit bestimmten Bakterien verschlimmern die Situation oft noch zusätzlich. Eitrige Pusteln und dauerhafte Narben können die Folge sein. Wer Pickel und Mitesser selber ausdrückt, verstärkt häufig die Entzündung und begünstigt eine Narbenbildung. Ein Hautarzt ist der richtige Ansprechpartner, wenn vermehrt Pickel auftreten. Er kann durch eine rechtzeitige und individuell angepasste Behandlung solche schweren Folgen der Akne vermeiden.

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