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Beautylexikon: Aceton

Alles über Aceton und seine Verwendung in Nagellackentfernern

Aceton wird in der chemischen Industrie verwendet, kommt aber auch in der Kosmetik in Nagellackentfernern zum Einsatz. Sind Nagellackentferner mit oder ohne Aceton die bessere Wahl?

Was ist Aceton?

Aceton (chemisch: Propanon, Dimeythylketon) ist eine farblose Flüssigkeit, die in der chemischen Industrie als Ausgangsstoff für die Herstellung verschiedener Materialien wie zum Beispiel Plexiglas dient. Außerdem kommt es als Lösungsmittel für Harze, Fette und Öle zum Einsatz. Im Alltag begegnet uns Aceton vor allem in Nagellackentfernern. Weniger bekannt ist, dass auch Zahnärzte Aceton in kleinen Mengen verwenden. In der Zahnmedizin dient es aufgrund seiner fettlösenden Eigenschaften zur Reinigung von Zahnflächen oder Wurzelkanälen.

Ist Aceton giftig?

Auch wenn Aceton als Lösungsmittel eine leichte Giftigkeit besitzt, ist es in handelsüblichen Mengen, beispielsweise in Nagellackentfernern, ungefährlich. Die Flüssigkeit ist leicht flüchtig. Daher steigen bei der Verwendung Dämpfe auf, die dann eingeatmet werden. Diese können in größeren Mengen zu einer Reizung der Atemwege, zu Schwindel und Kopfschmerzen führen. Deshalb sollte acetonhaltiger Nagellackentferner nur in gut belüfteten Räumen verwendet werden. Kippt eine Flasche Nagellackentferner um, dann sollte man gründlich lüften und die Dämpfe nicht über längere Zeit einatmen.

Nagellackentferner mit oder ohne Aceton?

Durch seine entfettende Eigenschaft trocknet Aceton Haut und Nägel aus. Bei empfindlichen Personen kann das zu Rötungen oder Reizungen führen. Man sollte jedoch bedenken, dass auch acetonfreie Nagellackentferner immer Alkohole und andere fettlösende Mittel enthalten und daher den gleichen Effekt haben können. Zugesetzte, rückfettende Substanzen pflegen die Haut und verhindern das Austrocknen. Wichtig: anschließend die Hände waschen und eincremen. Spezielle Nagelöle können zusätzlich die Haut geschmeidig halten. Bei künstlichen Fingernägeln aus Acryl ist ein acetonfreier Nagellackentferner allerdings Pflicht, denn Aceton löst Acryl auf. Manchmal wird davor gewarnt, dass Aceton über die Haut in den Körper aufgenommen werden kann. Die kleinen Mengen, die bei der Nagellackentfernung verwendet werden, verdunsten jedoch schnell. Eine Aufnahme durch die Haut ist nur bei längerem Kontakt möglich. Bei vorgeschädigter, rissiger Haut sollte man Aceton daher meiden. Heute gibt es auch Entferner ganz ohne Chemie. Diese müssen zwar oft länger einwirken, für Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut sind sie jedoch am schonendsten.

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