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Beauty-App deckt schädliche Kosmetika auf

Neue Beauty-App macht den Kosmetik-Check

Außen hui, innen pfui: Viele Kosmetika machen nicht nur hübsch, sondern können Krankheiten oder Allergien auslösen. Eine Gefahr, über die viele nicht nachdenken. Eine neue App soll jetzt helfen. Mit ihr kann man den Barcode eines Artikels scannen. Ein einfaches Ampelsystem zeigt dann, welche Inhaltsstoffe gefährlich sein könnten.

Beauty-App deckt schädliche Kosmetika auf
Beauty-App soll uns vor schlädlichen Kosmetik-Produkten warnen.

Zusammen mit Hautärztin Isabel Gaheln testet Nicole die neue App 'Kosmetik-Check'. Sie achten auch darauf, ob es einen Unterschied macht, ob ein Produkt günstig oder teuer ist. Los geht es mit einem Haargel für knapp 13 Euro. Ein Knopfdruck zeigt an, was genau enthalten ist. Methylparabene werden angezeigt. Die Hautärztin erklärt warum: "Methylparaben ist ein Konservierungsmittel, das sehr häufig benutzt wird. Aber ein bisschen in Verruf geraten ist, weil es eine östrogenähnliche Wirkung hat."

Aber wie ist es bei der günstigeren Alternative? Dort sind keine hormonellen Stoffe und Allergene enthalten. Dafür zeigt die Anwendung aber beim Punkt 'krebserregende Stoffe' 'Vorsicht' an! Aber hier macht "die Menge natürlich auch das Gift. Eine kleine ist wahrscheinlich nicht sicher krebserregend", meint die Hautärztin Isabel Gahlen.

Aber ausgerechnet einen sehr bedenklichen Zusatzstoff erkennt die App 'Kosmetik-Check' dagegen grundsätzlich nicht, nämlich Polyethylen. Kleine Plastikkügelchen, die zum Beispiel in Peelings und Zahncremes verwendet werden. In den Kügelchen siedeln sich Schadstoffe an, die der Körper nicht wegfiltern kann. Und diese landen dann in den Meeren und auf dem Ackerland und hinterher sogar wieder im Essen. Wer also kein Mikroplastik kaufen will, sollte darauf achten, dass ein Produkt frei von Polyethelen ist. Auch die App soll dahingehend verbessert werden.

Nicole testet auch zwei Hautcremes. Sowohl bei der günstigen, als auch bei der teuren Variante wird gewarnt. Es gibt aber auch Produkte, die - zumindest laut App - tatsächlich unbedenklich sind. Unsere Testerin Nicole ist begeistert von der Beauty-App: "Es hat mich überrascht, dass die teueren Produkte eher schadstoffreicher sind als die günstigen Produkte!"

Die Hautärztin sieht die App allerdings kritisch, weil zu viele Stoffe als bedenklich eingestuft werden. "Ich denke, dass manche Beurteilungen sehr subjektiv sind, vielleicht auch ein bisschen übertrieben." Ihr Rat: Wer darauf achtet Polyethylen und Parabene zu vermeiden, der kann auch weiter ohne App zum Einkaufen gehen. Denn die Hersteller sind verpflichtet, die Inhaltsstoffe ihrer Kosmetik-Produkte auch auf der Verpackung anzugeben.

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