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Bauchfett: So gefährlich ist das Fett in der Körpermitte

Fitness Spezial: Das bye-bye-Bäuchlein-Workout
Fitness Spezial: Das bye-bye-Bäuchlein-Workout So werden Sie schnell schlank 00:12:57
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Das macht Bauchfett so gefährlich

Dass Übergewicht per se ungesund ist, ist kein Geheimnis. Aber es kommt nicht nur darauf an, wie viele Kilos zu viel man auf die Waage bringt, sondern vor allem auch auf die Fettverteilung. Bauchfett gilt als besonders gefährlich und als Risikofaktor für Folgeerkrankungen wie Typ 2 Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen. An der Entstehung des sogenannten viszeralen Fetts ist das Molekül TRIP-Br2 schuld, wie US-Forscher der University of Illinois nun herausgefunden haben. Was genau ist seine Funktion? Und weshalb genau ist Bauchfett so ungesund`?

Die klassische Birnenform - also breite Hüften und Fetteinlagerungen an Bauch und Beinen - findet sich meist bei Frauen und ist eher unbedenklich. Sammelt sich das Fett aber vor allem in der Bauchregion, spricht man vom Apfeltypen. Ein großer Taillenumfang ist ein Zeichen für den Aufbau gefährlicher Fetttypen rund um die inneren Organe ist. Dieses "innere Fett" ist stark mit Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Herzleiden verbunden. Unter dem Einfluss von TRIP-Br2 bildet der Körper viszerales Fett und erschwert gleichzeitig dessen Abbau. Hinter dem Begriff verbirgt sich braunes Fett, das sich um die inneren Organe im Bauchraum legt und das man weder sehen noch fühlen kann. Dieses Fett bildet seinerseits Hormone, die Entzündungsprozesse im Körper auslösen. Diese wiederum können die Blutgefäße beschädigen und können somit Herz-Kreislaufprobleme fördern.

Taillenumfang gibt Aufschluss über Risiko für Typ-2-Diabetes

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Taillenumfang ein guter Hinweis auf inneres Fett ist und damit auch auf das Krankheitsrisiko von Übergewichtigen, so auch zum Beispiel auf Typ-2-Diabetes hindeutet. Folgende Taillenmaße sind laut Diabetes UK mit Risiken verbunden: ein Umfang von 80 Zentimetern und mehr bei Frauen, ein Taillenumfang von 94 Zentimetern und mehr bei Männern.

Um das Bauchfett loszuwerden, ist vor allem eines erforderlich: Geduld. Crash-Diäten bringen nichts. Dabei werden zunächst nur Wasser ausgeschieden und Muskeln abgebaut - letzteres zumindest dann, wenn dem Muskelabbau nicht gleichzeitig mit Sport entgegengewirkt wird. Besser ist ein langsamer Gewichtsverlust von maximal ein bis zwei Kilogramm im Monat. Versuchen Sie, mehr Bewegung in Ihren Alltag einzubauen und reduzieren Sie beispielsweise Ihren Alkohol- oder Süßigkeitenkonsum. Meist bringt das bereits die ersten Pfunde zum Schmelzen. Wer langfristig abnehmen und sein Gewicht halten will, kommt um eine Ernährungsumstellung nicht herum. Täglich auf dem Speiseplan stehen sollten Vollkornprodukte, viel Wasser, frisches Obst und Gemüse.

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