GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Batterie verschluckt: Kleine Brianna (2) stirbt zwei Tage nach Weihnachten

Mädchen (2) verschluckt Batterie - und stirbt!
Mädchen (2) verschluckt Batterie - und stirbt! So gefährlich können Knopfzellen sein 00:00:55
00:00 | 00:00:55

Kinder bis fünf Jahren verschlucken am häufigsten eine Batterie

Brianna hatte keine Chance: Die Zweijährige aus Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma wird sich nichts dabei gedacht haben, als sie wenige Tage vor Weihnachten eine Batterie – nicht größer als ein Zehn-Cent-Stück – in den Mund steckte und verschluckte. Zwei Tage nach Weihnachten ist Brianna daran gestorben.

Mädchen (2) stirbt, nachdem es eine Batterie verschluckt hat
Die kleine Brianna starb zwei Tage nach Weihnachten © Gebhardt, Ann Christin [RTL inte

Ihr Großvater Kent Vice erzählte nun 'The Oklahoma‘, dass sich seine Enkelin tagelang nicht wohl gefühlt und leichtes Fieber gehabt habe. Als das Mädchen plötzlich Blut hustete und blau anlief, riefen ihre Eltern den Notarzt. Die Kleine wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, wo sie später verstarb. Röntgen-Aufnahmen zeigten, dass Brianna eine kleine Batterie geschluckt hatte. Die Eltern hatten davon nichts mitbekommen.

Das Risiko eine solche Knopfzelle zu verschlucken, ist nach medizinischen Erkenntnissen bei Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren am größten. In der Regel wird die Mini-Batterie nach kurzer Zeit wieder ausgeschieden, ohne dass sie die Person verletzt. Es kann aber auch passieren, dass die Batterie stecken bleibt und durch die Magensäure angegriffen wird. Batterien enthalten Kadmium, Quecksilber und Blei. Die alkalische Substanz, die dann ausgesondert wird, kann schwere Verätzungen der Schleimhaut oder Speiseröhre verursachen. Die betroffenen Kinder müssen in so einem Fall sofort behandelt und die Batterie, wenn nötig, endoskopisch entfernt werden.

So können Eltern ihre Kinder schützen

Wenn Eltern bemerken, dass ihr Kind eine Batterie verschluckt hat, sollten sie zuerst immer Mund und Nase des Kindes untersuchen und die Batterie - sofern möglich – entfernen. Am sichersten ist es aber immer noch, wenn Batterien und Co. für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. "Eltern können ihre Kinder vor solchen Unfällen bewahren, indem sie darauf achten, dass Knopfbatterien nicht achtlos herumliegen und die Batteriefächer sämtlicher Geräte im Haushalt stets gut verschlossen sind", rät Martina Abel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Auch Briannas Großvater hofft nun, dass der Tod seiner Enkelin nicht umsonst war und besonders Eltern auf die Gefahren von Batterien neu sensibilisiert werden. "Ich möchte diese Dinge nicht mehr im Haus haben. Sie sind gefährlich", erklärt er.

Anzeige