BEAUTY BEAUTY

"Bare Reality" - So sehen nackte Brüste unretuschiert aus

"Bare Reality" zeigt nackte, vollkommen unretuschiert Brüste!

Die britische Fotografin Laura Dodsworth hat 100 Frauen vor die Kamera geholt, um nichts als ihre nackten Brüste zu fotografieren. Im Rahmen ihres Projekts „Bare Reality“, übersetzt „Nackte Realität“, sind die unterschiedlichsten Brüste von Frauen im Altern von 19 bis 101 Jahren zu sehen. Und zwar unretuschiert und ganz echt, so wie sie eben aussehen.

Tagtäglich werden Frauen, aber natürlich auch den Männern, Bilder von nackten Brüsten vorgesetzt, die mit der Realität nur noch wenig zu tun haben. Wenn so die perfekte weibliche Brust aussehen soll, dann ist es kein Wunder, dass weltweit Frauen an ihrer Attraktivität zweifeln. Im Vordergrund steht immer die Brust als Symbol für Weiblichkeit, Erotik und Sex. Die eigentliche Funktion der Brust, nämlich, den Nachwuchs zu säugen, rückt dabei immer mehr in den Hintergrund. „Die Art, wie die Körper von Frauen retuschiert werden, macht mich wirklich wütend. Was ist falsch am weiblichen Körper, so wie er ist?“, erklärt Laura Dodsworth.

Genervt von diesem unerreichbaren Schönheitsideal, hat sie ihr Projekt „Bare Reality“ verwirklicht. Brüste in allen Größen von AAA bis K, Brüste die Schwangerschaften hinter sich und Babys gestillt haben, welche die vernarbt sind, von Krebs befallen oder sogar amputiert. Jede Frau und ihr Busen hat eine eigene, ganz persönliche Geschichte. „Die Brust ist ein wunderschöner Teil des Frau-Seins und der Mutterschaft. Dabei ist es ganz egal, ob wir ein Kind bekommen und es Stillen, oder nicht. Brüste sollten immer geschätzt und respektiert werden“, fordert die Fotografin.

Das Projekt soll auch auf Brustkrebs aufmerksam machen

Auch das Thema Brustkrebs rückt Dodsworth damit in den Fokus, denn sie hat ganz bewusst auch Frauen für ihr Projekt ausgewählt, die sichtbar an Brustkrebs leiden oder gelitten haben. Da im Schnitt jede achte Frau in ihrem Leben an Brustkrebs erkrankt, ist dieser Fokus naheliegend, aber auch extrem wichtig.

Die Fotografin möchte die 100 Portraits aus „Bare Reality“ in einem Buch publizieren. Dafür sammelt sich mit einer Crowdfunding-Kampagne Geld. In weiterer Folge ist geplant, die Bücher zu verkaufen und pro Exemplar 1 Pfund an Breast Cancer UK zu spenden.

Die britische Zeitung „Guardian“ hat vorab ein paar Portraits aus dem Buch veröffentlicht. Eine 21-jährige Studentin erzählt von Streitereien mit ihrer Mutter über ihr Gewicht, weswegen sie sich immer unattraktiv fühlte. Als sie dann an der Universität eine Reihe Männer für sich begeistern konnte, war sie dankbar, dass sie jemand attraktiv fand. Eine 40-jährige Mutter spricht begeistert über ihre Brüste, die sie liebt. Doch sie bedauert es, dass sie ihr Kind nicht stillen konnte. Die älteste Frau auf den Bildern ist bereits 101. Sie ist Jüdin und hat nicht nur Hitler, sondern auch Brustkrebs überlebt.

Mit „Bare Reality“ hat Laura Dondsworth ein beeindruckendes Projekt auf die Beine gestellt, aus dem viele Frauen Mut und Selbstvertrauen schöpfen können. Ganz nach dem Motto des Projekt: „This ist how we look. This is how wie feel“, übersetzt „So sehen wir aus. So fühlen wir uns“

Anzeige