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Bandscheibenvorfall? Das sind die Symptome

Bandscheibenvorfall - was passiert dabei?
Bandscheibenvorfall - was passiert dabei? Oft gibt es andere Ursachen für Rückenschmerzen 00:03:53
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Wenn es im Rücken geknackst hat, könnte es ein Bandscheibenvorfall sein

Nicht immer merken es Betroffene, wenn es geknackst hat. Plötzlich sind da Schmerzen, wie sie sich keiner vorstellen kann. Der ganze Körper verspannt sich, das Sitzen ist fast gar nicht möglich und sogar ein kleiner Husten löst Schmerzwellen aus.

Rückenschmerzen: Ist es ein Bandscheibenvorfall?

Diese Qualen können manchmal nicht sofort dem Rücken zugeordnet werden. So haben Sie beispielsweise ziehende Schmerzen im Bein. Wer denkt da an seinen Rücken? Ihr Arzt wird nach eingehender Untersuchung die Verbindung Rücken-Bein herstellen, doch vielleicht nicht sofort einen Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenvorwölbung diagnostizieren.

Behandelt wird dann mit konservativen Maßnahmen wie Infusionen, Spritzen und manueller Therapie. Im schlechtesten Fall zieht sich diese Behandlung über schmerzhafte Wochen bis dann erst ein CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomografie) veranlasst wird, wenn die Schmerzen nicht wirklich weniger geworden sind oder sich vielleicht sogar verschlimmert haben. Nur diese Untersuchungsmethoden können Aufschluss über den genauen Schaden der Wirbelsäule geben. In vielen Fällen stellt sich dann tatsächlich ein Bandscheibenvorfall als Ursache der Schmerzen heraus.

Wer bis dahin noch keine Taubheits- oder Lähmungserscheinungen hatte, hat Glück gehabt. Denn bei einem Bandscheibenvorfall drückt das heraus gefallene Gewebe, der 'Gallertkern' auf die im Wirbelkanal verlaufenden Nervenwurzeln und klemmt sie ein. Nervenschäden, die dadurch entstehen, müssen langwierig behandelt werden und können manchmal gar nicht mehr verschwinden. Gefährlich werden ein Bandscheibenvorfall oder eine Vorwölbung dann, wenn sich ein 'Reithosen-Syndrom' bemerkbar macht: Im Hosenbereich erschlafft die Muskulatur und wird gefühllos. Harn und Stuhl können nicht mehr gehalten werden. Spätestens dann ist eine Operation unumgänglich.

Schmerzgedächtnis vermeiden

Wichtig ist es daher, schon frühzeitig Schmerzen zu lokalisieren und zu bekämpfen – auch wenn dafür zum Teil starke Medikamente eingenommen werden müssen. Denn das sogenannte 'Schmerzgedächtnis’ ist nicht zu unterschätzen: Hat sich die Botschaft 'Schmerz’ erst einmal im Kopf festgesetzt, wird sie immer wieder 'erinnert’ – der Schmerz bleibt also.

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