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Bakterielle Meningitis: Henrys Todeskampf dauerte nicht einmal 24 Stunden

Meningitis tötet Dreijährigen binnen eines Tages
Meningitis tötet Dreijährigen binnen eines Tages Bakterielle Hirnhautentzündung 00:02:16
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Die bakterielle Meningitis entwickelte sich über Nacht

In England ist ein kleines Kind an einer aggressiven Hirnhautentzündung gestorben - ausgelöst durch eine bakterielle Infektion, die zur Meningitis führte. Bis zum Tod des dreijährigen Henry Walter vergingen keine 24 Stunden.

Bakterielle Meningitis: Henrys Todeskampf dauerte nicht einmal 24 Stunden
Der kleine Henry war ein lebenslustiger Junge

Am Tag zuvor erlebte Henry noch unbeschwerte Stunden im Kindergarten und verbrachte den Abend mit seiner Schwester Tilly und Mutter Vicky. Nachts klagte Henry plötzlich über Bauchschmerzen. Seine Mutter gab ihm ein Medikament, doch die Schmerzen verschlimmerten sich. In den Morgenstunden rief Vater Mark den Krankenwagen. Im Krankenhaus teilten die Ärzte den besorgten Eltern mit, dass es bereits zu spät sei. Die Familie konnte nichts mehr tun, außer sich von Henry zu verabschieden.

Vater Mark erklärt im Gespräch mit 'The Telegraph', dass sein Sohn eine extrem seltene bakterielle Infektion erlitt, gegen die auch keine Impfung geholfen hätte. Man habe auch keinen Hautausschlag sehen können, wie es häufig der Fall ist bei einer Hirnhautentzündung.

Das unterscheidet eine bakterielle von einer viralen Meningitis

Die Familie plant nun eine Reihe von Veranstaltungen, um in Gedenken an Henry Geld für die Meningitis Stiftung zu sammeln. "Wir bekamen ein paar Spenden von Freunden und Leuten, die sagen: Es tut uns so leid, aber mehr können wir nicht tun. Dabei geht es nicht ums Geld, sondern um das Andenken, um die Erinnerung an Henry am Leben zu erhalten und etwas positives aus einer Sache zu ziehen, die eigentlich nichts Positives haben kann."

Die Meningitis ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, sie kann entweder bakteriell oder viral verursacht werden. Besonders Kinder sind anfällig für eine bakterielle Meningitis. Die Symptome treten ganz plötzlich auf und der Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide. Die Anzeichen sind oft Fieber in Verbindung mit kalten Händen und Füßen. Erbrechen und Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, schnelles Atmen, Zuckungen oder Krämpfe, Lichtempfindlichkeit, eine fahle, blasse oder gefleckte Haut mit einem roten Ausschlag.

Die bakterielle Art der Hirnhautentzündung ist gefährlicher als die virale Hirnhautentzündung. Bei letzterer klagen die Betroffenen meist über grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber oder allgemeines Unwohlsein. Weitere Symptome sind ein verspannter Nacken, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Lichtempfindlichkeit. Im Gegensatz zu einer bakteriellen Hirnhautentzündung, führt die virale gewöhnlich nicht zu einer Blutvergiftung. Nur medizinische Tests können den Unterschied zwischen einer viralen und einer bakteriellen Meningitis zeigen.

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