BABY BABY

Babyphone-Apps und Babyphones: So sicher sind die digitalen Babysitter wirklich

Was taugen Babyphone-Apps?
App statt Funkgerät © picture alliance / dpa, Oliver Berg

28 Babyphones im Vergleich

Babyphones müssen heute keine verkappten Funkgeräte mit schlechter Soundqualität mehr sein. Mittlerweile reichen eine App auf dem Smartphone und eine Kamera im Kinderzimmer völlig aus. Aber sind diese Babyphone-Apps denn besser als die herkömmlichen Babyphones?

Das Portal 'babyphone-test.de' hat insgesamt 28 Produkte verglichen, wovon lediglich drei auch mit Smartphone-Apps nutzbar waren. Der 'Medisana Smart Baby Monitor' stellte sich im Test als beste Möglichkeit heraus, sein Kind mit dem eigenen Handy im Blick zu behalten.

Im Kinderzimmer steht hier eine im 270°-Winkel schwenkbare Kamera mit Nachtsichtfunktion, die sowohl von Android als auch iOS-Smartphones angesteuert werden kann, aber auch bequem mit PC und Mac korrespondiert.

Im Haus können bis zu acht Geräte gleichzeitig auf die Kamera zugreifen, was bedeutet, dass die ganze Großfamilie dem Nachwuchs beim Schlafen zusehen kann. Sogar unterwegs ist die Kamera übers mobile Internet erreichbar. Bei lauten Geräuschen und starken Bewegungen werden Alarmmeldungen via Push-Nachricht versendet. In der Android-Version lassen sich sogar bis zu acht Kameras miteinander verbinden. Ideal für Großfamilien mit mehreren Kinderzimmern, die ihr Heim gerne in ein Big-Brother-Haus verwandeln möchten. Design, Videoqualität und Zugänglichkeit der App sind top, außerdem sendet die Kamera wenig Elektrosmog aus.

Abzüge verzeichnen die Tester lediglich bei der Tonübertragung, die etwas blechern klingt und mit fünf Sekunden Verzögerung sendet. Mit etwa 120 Euro liegt das Medisana preislich im mittleren Bereich.

Herkömmliche Modelle technisch weiterentwickelt

Die beiden Konkurrenzprodukte 'Belkin WeMo Baby Monitor' und 'Nabby Babyphone' überzeugen zwar auch mit guter Geräuschempfindlichkeit, hatten im Test aber leider mit nervigen Mängeln zu kämpfen. Von komplizierter Bedienung über teure Zusatzfunktionen bis hin zu regelmäßigen Aussetzern. Darüber hinaus ist das 'Belkin WeMo' offenbar nicht abhörsicher.

Betrachtet man den kompletten Babyphone-Test, finden sich die Smartphone-Modelle allesamt im Mittelfeld wieder. Herkömmliche Babyphone sind technisch schon deutlich weiterentwickelt und verstecken nützliche Funktionen nicht hinter Bezahlschränken in den App-Stores.

Testsieger ist das 'Philipps Avent SCD 580'. Es kostet mit 130 Euro nur etwas mehr als das Medisana, bietet aber Zusatzfunktionen wie Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren, spielt zur Beruhigung des Kindes Schlaflieder, ein Nachtlicht oder einen Sternen-Projektor ab und bietet sogar eine Gegensprechfunktion. Die Geräuschübertragung geschieht ohne Verzögerung und das stufenweise regulierbare Mikro erfasst sogar sehr leise Geräusche. Dafür muss das Gerät ohne Videofunktion auskommen und enthält auch nur einen Elternempfänger. Der Akku läuft aber auch locker 18 Stunden durch.

Wenn es Video sein soll und etwas mehr kosten darf, dann bietet das 'NUK Eco Control' für 160 Euro viele Features, die das Philips Avent auch mitbringt, allerdings nicht alle. Die Videoübertragung schluckt natürlich auch ordentlich Akku, weshalb das Gerät nach etwa sechs Stunden wieder an die Steckdose muss.

Anzeige