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Babynahrung: Fingerfood schützt vor Übergewicht

Babynahrung mit den Fingern essen? Ja, denn Fingerfood schützt vor Übergewicht!
Babynahrung mit den Fingern essen? Ja, denn Fingerfood schützt vor Übergewicht! © picture-alliance/ dpa/dpaweb, Lehtikuva Matti Kolho

Babynahrung: Mit den Fingern essen?

Wenn wir Fingerfood hören, denken wir automatisch an schnelles, ungesundes Essen. Dabei ist es gerade für Babys wichtig, wenn sie ihr Essen wortwörtlich selbst in die Hand nehmen können. Denn wie eine Studie der Uni Nottingham jetzt herausfand, zeigen Kinder ein weitaus geringeres Risiko dick zu werden, wenn sie während der Abstillzeit mit den Fingern essen konnten.

"Ein Löffelchen für Mama, ein Löffelchen für Papa…" und viele Löffelchen mehr, die Ihr Baby dick werden lassen. Wenn Sie mit dem Abstillen beginnen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind sich eigenständig mit dem Essen beschäftigen darf. Denn so setzen Sie den Grundbaustein dafür, dass Ihr Kind später nicht an Übergewicht leidet. Für die Studie wurden zwei Kinder-Gruppen verglichen. Die einen erhielten während der Abstillzeit Beikost mit dem Löffel, die anderen durften selbstständig mit den Fingern essen. Das erstaunliche Ergebnis: Fingerfood reduziert das Risiko unter Fettleibigkeit zu leiden, immens.

Fingerfood bedeutet kontrolliertes Essen

Das Schlüsselwort ist Kontrolle: Wenn Babys eigenständig die Menge an Essen bestimmen können, essen sie nur so viel, wie sie wirklich brauchen. Da muss Mama auch nicht ständig fürchten, dass ihr Kind verhungert, denn dies widerspricht dem Überlebensinstinkt, den jeder Mensch von Geburt an in sich trägt.

Zusätzlich zeigte die Studie, dass das gemeinsame Essen am Tisch mit der Familie einen großen Einfluss auf das spätere Essverhalten der Kinder hat. Babys, die eigenständig ihr Essen wählen dürfen und dies im Kreise der Familie tun, genießen auch im späteren Leben das Essen mehr und schlingen nicht alles in sich hinein. Sie essen bewusster und auch gesünder im Vergleich zu den Kindern, die mit dem Löffel gefüttert wurden. Diese zeigten einen ausgeprägten Hang zu süßen Speisen, während die 'Fingerfood-Kinder' sättigende und reichhaltige Kohlenhydrate wählten.

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