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Babygeschrei hält Eltern von Sex ab

Babys weinen, damit Eltern keinen Sex haben
Babys weinen und quengeln aus gutem Grund. © Fotolia Deutschland

Babys weinen, damit Eltern keinen Sex haben

Babys schreien und quengeln in der Nacht, damit Eltern keinen Sex haben. Klingt unglaubwürdig? Forschern der Harvard University zufolge hassen es Babys, wenn ihre Eltern Sex haben - und zwar weil die Natur es so will. In der "Daily Mail" bestätigt der Studienleiter Prof. Dr. Haig, dass nächtliches Quengeln und Schreien Eltern davon abhält, weiteren Nachwuchs zu zeugen. Demnach ist das Schreien von Babys eine bewusste Strategie, die Aufmerksamkeit der Eltern auf sich zu lenken.

Das Verhalten sei evolutionsbedingt, so Haig. Babys können die volle Gunst von Mama und Papa nur dann genießen, wenn sie außer Konkurrenz sind. Potentieller Nachwuchs gefährdet diese Monopolstellung. Im Grunde wollen Babys also so lange wie möglich Einzelkinder bleiben. Dafür tun sie alles, um die Eltern so lange wie möglich müde zu machen. Diese Müdigkeit hat wiederum negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit der Mutter- und senkt die Chance auf ein Geschwisterchen.

Das nächtliche Quengeln nimmt im zweiten Halbjahr des ersten Lebensjahres stark zu, so Haig. Mit dieser Methode sichern sich Babys nicht nur die alleinige Aufmerksamkeit, sondern auch ihr Überleben. Denn größere Aufmerksamkeit heißt automatisch auch mehr Essen für das Baby. Aus der Studie geht außerdem hervor, dass nächtliches Stillen das Ausbleiben der Menstruation nach der Geburt deutlich verlängern würde. Die so genannte Laktationsamenorrhoe verhindert eine erneute Schwangerschaft.

Wenn Sie also demnächst in der Nacht wieder kein Auge zukriegen und Ihr romantischer Abend dem quengelnden Nachwuchs zum Opfer fällt, machen Sie sich nichts draus: Mutter Natur hat ihre eigenen Regeln.

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