GESUNDE ERNÄHRUNG GESUNDE ERNÄHRUNG

Babybrei im Öko-Test: Zu viel Zucker und Schadstoffe in Bio-Milchbrei

Öko-Test untersucht Baby-Milchbrei.
Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste. Deshalb greifen viele zu Bio-Milchbrei. Doch alle von Öko-Test geprüften Bio-Produkte sind durchgefallen. © picture alliance / JOKER, Petra Steuer

Süßer Milchbrei fällt im Öko-Test durch

Milchbrei, lecker! Vor allem Babys lieben die Mahlzeit, die oft eine der ersten in ihrem Leben ist. Milchbrei kann schnell und einfach zubereitet werden, aber immer mehr Eltern greifen lieber zu Fertigprodukten. Die Zeitschrift ÖKO-TEST hat 12 Fertig-Milchbreie untersucht, darunter fünf Bio-Produkte.

Der Fertig-Milchbrei ist süß, das Ergebnis dafür ziemlich bitter. Denn kein einziges Milchbrei-Produkt kann empfohlen werden. Schlimmer: Alle Bio-Produkte fielen komplett durch. Die Bio-Breie „Babydream Bio Milchbrei Grieß“ von Rossmann und „Holle Bio-Milchbrei Hirse“ erhielten sogar das Gesamturteil "ungenügend". Bemängelt wurde vor allem bei den Bio-Breien die Belastung mit DDAC und BAC. Dabei handelt es sich um quartäre Ammoniumverbindungen, die als Rückstände von Pflanzenschutz-sowie Desinfektions- und Reinigungsmitteln in die Produkte gelangen können. Die konventionellen Breie sind frei von diesen Rückständen.

In dem Bio-Milchbrei von Holle und „Alnatura Dinkel Milchbrei“ befinden sich Fettschadstoffe, die als „möglicherweise krebserregend für Menschen“ eingestuft werden. Und fast jeder Milchbrei enthält Vanilleextrakt, Zimt oder Aromen. Für ÖKO-TEST ein No-Go: Es sei nicht akzeptabel, dass Kinder schon so früh an industriell hergestellte Süßwaren gewöhnt würden.

Die einzigen Milchbrei-Produkte, die mit "ausreichend" abschnitten, sind „Aptamil Milchbrei Weizen-Hirse-Hafer“ und „Nestlé Beba Milchbrei mit Vollkorn“. Aber auch hier wurde ein hoher Gesamtzuckeranteil beanstandet sowie der Zusatz problematischer Zuckerverbindungen wie Glucose oder Fructoogliosaccharide.

Fazit der Tester: Machen Sie Milchbrei lieber selber. Wenn es schnell gehen soll, sollten Sie besser Obst aus dem Gläschen nehmen.

Anzeige