Baby überlebt Fehlgeburt und Abtreibung seines Zwilllings

Wunder: Zwillingsbaby überlebt Fehlgeburt und Abtreibung des Geschwisters
Die Thromben in Michelles Uterus verdeckten die Sicht auf das zweite, gesunde Baby. (Motivbild) © picture alliance / Klaus Ohlensc, Klaus Ohlenschläger

Ihr Zwilling war tot, doch Baby Megan überlebte

Michelle Hui ist überglücklich: Nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten hatte, bekam sie die Abtreibungspille, um einer Infektion vorzubeugen. Als am Ende dann ihre Gebärmutter ausgeschabt werden soll, folgt der Schock: Sie war mit Zwillingen schwanger, eins der Kinder hat die Fehlgeburt und Abtreibung des Geschwisterchens überlebt.

Im Juli 2013 hatte Michelle, die in Kildare (Irland) wohnt, eine Fehlgeburt. Auf dem Weg zur Arbeit fing sie plötzlich an zu bluten. Im Krankenhaus wurde der Verdacht nach insgesamt fünf Ultraschall-Scans von zwei verschiedenen Ärzten bestätigt: Michelles Baby war nach nur sechs Wochen Schwangerschaft tot. Damit es nicht zu einer Infektion in Michelles Körper kommt, bekommt sie die Abtreibungspille. Während der Untersuchung wurden auch zudem Thromben, also Blutgerinnsel, in Michelles Gebärmutter entdeckt – diese sollte sie sich möglichst bald entfernen lassen.

Nach zehn Tagen sollte es soweit sein. Bei einer erneuten Untersuchung vor dem Eingriff erlebten Michelle und die behandelnden Ärzte wohl die Überraschung ihres Lebens: Es war ein leises Herzklopfen zu hören. „Sie werden es nicht glauben, wir hören ein Herz“, sagte ein Arzt zu Michelle. „Es war das schönste aller Gefühle“, erinnert sich die dreifache Mutter im Interview mit der ‚Daily Mail‘.

Die Ärzte fanden heraus, dass Michelle immer noch schwanger war – das Geschwisterchen des toten Babys hatte die Fehlgeburt und die folgende Abtreibung überlebt. Die Thromben im Uterus von Michelle hatten das lebendige Baby bei den Untersuchungen verdeckt, so dass es den Ärzten unmöglich war, sie zu sehen.

Fehlgeburt, Abtreibung, Leben

Im Februar 2014 kam das ‚Wunderbaby‘ Megan endlich zur Welt und wurde von Mutter Michelle (31), Vater Ross (33) und den Geschwistern Noah (2) und Mya (4) glücklich in die Familie aufgenommen. Megans Geschichte ist so außergewöhnlich, dass bereits mehrere Gesundheitsmagazine über den Vorfall berichtet haben.

Obwohl ein Fall wie dieser extrem unwahrscheinlich ist, haben Abtreibungen durch Medikamente laut der ‚Daily Mail‘ eine höhere Ausfallrate als chirurgische: Bis zu vier Prozent solcher Abtreibungen verfehlen ihre Wirkung. In einem Prozent der Fälle ist sogar ein zusätzlicher chirurgischer Eingriff nötig.

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