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Baby mit aufgeblähtem Bauch geboren: Horror-Diagnose entpuppt sich als Allergie

Horror-Ultrasschall-Bild
Baby Miles ein paar Wochen nach seiner Geburt. Noch immer ist sein Bauch zu groß. Auf dem Bauch sind die Narben der vorgeburtlichen Operation zu sehen. Die Ärzte mussten fast einen halben Liter Flüssigkeit aus dem Bauch ablassen, bevor sie Miles per Kaiserschnitt holen konnten. © Caters News Agency

Fötus hat offenbar Kuhmilchunverträglichkeit

Als Stacey Skinner gemeinsam mit ihrem Mann zum Ultraschall-Termin fuhr, war sie noch eine fröhliche Schwangere. Ihr zweites Kind war unterwegs, und bis jetzt, in der 28. Woche, war alles okay, sie war entspannt, zuversichtlich und scherzte mit dem Arzt und den Schwestern. Dann lag sie im Untersuchungsstuhl und als die ersten Ultraschall-Bilder auf den Bildschirm kamen, wurde es totenstill im Raum, denn etwas stimmte mit dem Baby nicht.

„Ich musste weinen“, gesteht Stacey ihre Reaktion auf den Anblick, der sich ihr laut der 'Daily Mail' bot. Das werdende Kind in ihrem Leib bestand hauptsächlich aus einem fußballgroß aufgeblähten Bauch.

Auch der Arzt war von diesem Bild mehr als beunruhigt: Offenbar hatte der Mediziner so etwas auch noch nicht gesehen. Er sprach davon, berichtet Stacey, dass es nicht gewiss sei, ob ihr Kind die Geburt überleben werde. Die Schwangerschaft drohte in einer Tragödie zu enden, aber ärztliche Kunst bewirkte, dass der kleine Mann namens Miles demnächst seinen ersten Geburtstag feiern kann.

Kuhmilch-Allergie war das Problem

Im Norfolk and Norwich University Hospital gelang es den Ärzten noch vor der Geburt, fast einen halben Liter Flüssigkeit aus dem Leib des Kindes abzulassen. Anschließend holten sie das Kind per Kaiserschnitt.

Miles war eine Frühgeburt und hatte noch immer einen viel zu großen Bauch. Fast drei Monate lang blieb das Baby auf der Intensivstation. Dort gelang es den Medizinern auch, das Problem zu klären: Der Fötus hatte eine Allergie auf Kuhmilch-Eiweiß. Statt die Nährstoffe zu verwerten, wurden sie als Flüssigkeit im Bauch eingelagert.

Mittels einer ausgeklügelten Diät, wurde das Problem aber unter Kontrolle gebracht. Die Ärzte haben sogar die Hoffnung, dass sich die Allergie eines Tages in Luft auflöst.

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