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Baby Ernährungsplan: Richtiges Essen fürs Baby

Baby Ernährungsplan
Mit gesunder Ernährung sollte es bereits im Babyalter losgehen.

Welche Ernährung ist die richtige für Ihr Baby?

Ein Baby zu ernähren, kann ganz schön stressig sein: Viele Lebensmittel sind im ersten Jahr tabu. Die, die erlaubt sind, dürfen nur nach und nach auf dem Speiseplan des Babys erscheinen. Schmecken soll es natürlich auch, sonst kann es passieren, dass Ihnen Ihr Baby den Brei ins Gesicht spuckt. Wie erziehen Sie Ihr Kind schon früh zu einem gesunden Essverhalten, welche Lebensmittel sind gut für Ihr Kind, welche nicht? Dagmar von Cramm, Autorin des Buches 'Unser Baby - Das erste Jahr', hat Frauenzimmer erklärt, was Sie bei der Ernährung Ihres Babys im ersten Jahr beachten sollten.

Von Leonore von Papp

In Zeiten von Übergewicht und Allergien ist gesunde Ernährung wichtig. Klar, dass Eltern von Beginn an auf die Ernährung ihrer Kinder achten müssen. Zunächst gilt: Stillen ist das Beste für Ihr Kind. Muttermilch enthält alle notwendigen Nährstoffe in der richtigen Menge und verhindert oder verzögert das Auftreten von Allergien. Außerdem stärkt Stillen die Bindung von Mutter und Kind. Haben Sie sich gegen Stillen entschieden oder sind Sie gesundheitlich nicht dazu in der Lage, besteht kein Grund zur Sorge: Mittlerweile gibt es sehr gute Säuglingsnahrung, die den Nährstoffbedarf von Babys deckt. Nähe zu Ihrem Kind können Sie auch beim Füttern aufbauen. Entscheidender Vorteil: Ihr Partner kann sich daran beteiligen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Babynahrung mit Omega-3-Fettsäuren und Prebiotika versehen ist. Omega-3-Fettsäuren sind gut für die Entwicklung des Gehirns und Prebiotika fördern eine gesunde Darmflora.

Lebensmittel: Das dürfen Babys essen

Lebensmittel: Das dürfen Babys essen
Muttermilch ist nach wie vor die beste Nahrung, die ein Baby bekommen kann. © id-foto.de - Fotolia, Engel id-foto.de k

Nach vier Monaten reicht Ihrem Kind der pure Milch-Genuss nicht mehr aus: Sie müssen zufüttern. "Sie sollten kleine Mengen unterschiedlicher Lebensmittel füttern, auch glutenhaltigen Getreideflocken wie Hafer, Weizen, Dinkel oder Gerste", rät Dagmar von Cramm. Am besten richten Sie sich dabei nach Ernährungsplänen, die Ihnen vorgeben, wann Sie Ihrem Kind welches Nahrungsmittel geben können. Ganz wichtig: Honig, unerhitzter Rohmilchkäse und Rohwurst sind im ersten Jahr tabu. Besonders der Verzehr von Honig kann laut der Ernährungsexpertin schwerwiegende Folgen haben: "Es gab Fälle von Botulismus (Lebensmittelvergiftung) bei Babys. Grund dafür war das unreife Verdauungssystem: Sporen, die mit dem Honig aufgenommen wurden, keimten im Darm aus und verursachten die Vergiftung - ab dem ersten Lebensjahr passiert das nicht mehr."

Im ersten Halbjahr gehören auch nitratreiche Lebensmittel wie Spinat, rote Beete oder Radieschen nicht auf den Speiseplan: Nitrat wird in Nitrit umgewandelt - das kann im Blut des Babys den Sauerstofftransport behindern. Schwer verdauliche Nahrungsmittel sind ebenfalls zu meiden. Davon kriegen Babys Bauchweh und im schlimmsten Fall Durchfall.

Zu wissen, was Ihr Kind wann essen kann, ist jedoch nur die halbe Miete: Was können Sie tun, wenn Ihr Baby das angebotene Essen verschmäht? "Nur nicht aufgeben", rät die Ernährungsberaterin. "Am besten achten Sie auf eine dünnflüssige, glatte Konsistenz und bieten Ihrem Baby vor allem süßliche Obst- und Gemüsesorten an."

Und was, wenn es Ihrem Kind zu sehr schmeckt, können Babys im ersten Jahr schon Übergewicht bekommen? "Ja, das gibt es in der Tat", verrät von Cramm. Allerdings müssen Sie Ihr Kind deswegen nicht gleich auf Diät setzen: "Babys müssen nicht abnehmen, nur langsamer zunehmen. Das Gewicht reguliert sich normalerweise wieder über das Wachstum", so die Ernährungsexpertin. Am besten gewöhnen Sie Ihr Kind von vornherein an regelmäßige Mahlzeiten. Das hilft Ihrem Baby, ein gesundes Essverhalten zu entwickeln. Entscheidend ist außerdem die Vorbildfunktion der Eltern: Was Mutter oder Vater gerne essen, will das Baby auf jeden Fall auch probieren.

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