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Baby-Blues und Winterdepression: Was ist das?

Eine junge Frau ist verzweifelt.
Depressionen können jeden treffen. Aber wo liegen die Unterschiede? © Getty Images/iStockphoto, Abel Mitja Varela

Baby-Blues und Winterdepression sind weit verbreitet

Depressionen könne jeden treffen. Es gibt aber viele Arten von Depressionen. Diese sind bisher bekannt.

Unipolare Depression

Das ist die häufigste Form der Depression. Bei dieser Ausprägung haben die Patienten ausschließlich depressive Phasen.

Bipolare affektive Störung

Bei dieser Form wechseln sich depressive und manische Phasen ab. Als manisch werden die Phasen bezeichnet, in denen der Patient die zur Depression gegensätzliche Symptomatik zeigt, sich beispielsweise euphorisch fühlt, ein gesteigertes Selbstwertgefühl hat und zur Hemmungslosigkeit neigt.

Dysthymie und Zyklothymie

Unter Dysthymie versteht man die weniger stark ausgeprägte Form der unipolaren Depression. Sie beginnt oft schon im Jugendalter und verläuft meist chronisch. Die Zyklothymie bezeichnet dagegen die schwächere Form der manisch-depressiven Störung.

Winterdepression

Die Winterdepression ist eine saisonal bedingte Depression. Sie beginnt im Spätherbst mit abnehmendem Licht und endet meist im Frühjahr, wenn es wieder länger hell ist. "Man kann es sich fast wie einen Winterschlaf vorstellen", so Psychotherapeutin Anja Simon. "Der Körper fährt runter und die Seele mit ihm". Eine Winterdepression drückt sich durch Antriebslosigkeit, Müdigkeit und erhöhtes Schlafbedürfnis aus. Als besonders schlimm werden graue und triste Tage empfunden. Die Winterdepression verschwindet oft von allein. In schweren Fällen und vor allem dann, wenn sie regelmäßig im Winter auftritt, raten Ärzte zu einer Lichttherapie.

Babyblues und Wochenbettdepression

Der Babyblues, auch Heultage genannt, taucht unmittelbar nach einer Schwangerschaft auf. Schätzungsweise über 50 Prozent aller frisch Entbundenen haben den Babyblues. Die Mütter leiden unter Stimmungsschwankungen, sind tief traurig und weinen oft. Ursache dieses Stimmungstiefs ist die Hormonumstellung im Körper. Der Babyblues gibt sich in der Regel relativ schnell von alleine, wenn sich der Hormonhaushalt wieder eingependelt hat.

Von einer regelrechten Wochenbettdepression spricht der Arzt dann, wenn das Tief mindestens zwei Wochen nach der Geburt noch anhält. Die betroffenen Frauen zeigen dann die typischen Symptome einer Depression. Sie sind ständig erschöpft, fühlen sich der neuen Situation nicht gewachsen und machen sich selbst Vorwürfe. Sie glauben ihrer Mutterrolle nicht gerecht zu werden und meinen häufig, sie würden ihr Kind nicht ausreichend lieben. Die Wochenbettdepression sollte unbedingt behandelt werden.

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