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'Babesiose' bei Tieren: Sogenannte 'Hundemalaria' wird durch Zeckenbiss ausgelöst

Sogenannte 'Hundemalaria' wird durch Zeckenbiss ausgelöst
Sogenannte 'Hundemalaria' wird durch Zeckenbiss ausgelöst 'Babesiose' bei Tieren 00:00:50
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Parasiten lösen gefährliche Krankheit beim Hund aus

Unsere Vierbeiner können genauso viele Krankheiten bekommen wie wir Menschen. So können auch Zecken Hunde mit gefährlichen Erregern befallen. Die Tiere können sich mit Krankheit wie 'Babesiose', auch Hundemalaria genannt, infizieren. So erging es auch Hundebesitzer Klaus Huntscha. Sein Hund Choco verhielt sich auf einmal ganz anders als sonst und beim Tierarzt wurde dann die Diagnose 'Hundemaleria' gestellt. In einem aufrüttelnden Post auf seiner Facebook-Seite warnt er nun andere Hundebesitzer.Im Video können Sie sich die ganze bewegende Geschichte von Klaus und Choco anschauen.

Was genau 'Babesiose' ist und auf welche Anzeichen Sie bei ihrem Hund achten sollten, erklären wir Ihnen hier:

Was ist Babesiose?

Babesiose (auch Hundemalarie oder Piroplasmose genannt) ist eine Infektionskrankheit. Hervorgerufen wird sie durch Blutparasiten (Babesien bzw. Piroplasmen), die die roten Blutkörperchen des Hundes zerstören. Diese Parasiten werden meistens von Zecken übertragen. Durch die zerstörten Blutkörperchen kommt es bei dem betroffenen Hund zu einer fortschreitenden Blutarmut (Anämie).

Die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke gelten in Deutschland als Überträger der Krankheit. Je nach Parasitenart ist der Krankheitsverlauf unterschiedlich stark.

Was sind die Symptome von Hundemalaria?

Die Inkubationszeit der Infektion beträgt fünf bis 28 Tage. In dieser Zeit können mehrere Beschwerden bei dem infizierten Hund auftreten:

  • Hundemalaria kann sich durch Fieber und Bewegungsstörungen äußern
  • der Hund frisst nicht, nimmt rasch ab und wirkt antriebslos
  • das Tier leidet zudem an einer fortschreitenden Blutarmut und eine Gelbsucht tritt auf
  • der Urin färbt sich dunkel und auch Wassereinlagerungen können eine Folge sein
  • die Schleimhäute sind häufig blass bis gelblich und die Leber und Milz können vergrößert sein
  • die Augen können auch betroffen sein, Entzündungen der Regenbogen- und Hornhaut sind möglich

Wie wird die Krankheit behandelt?

Durch eine Blutuntersuchung kann die Babesiose festgestellt werden. Die Hundemalaria wird mit Antiprotozoika behandelt, dieses bekämpft Parasiten. Wenn der Hund an einer starken Blutarmut leidet, können Bluttransfusionen sinnvoll sein. Zudem bekommt der Hund Infusionen, um Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Die Krankheit kann in vielen Fällen chronisch verlaufen, da nicht alle Parasiten entfernt werden können.

Die Therapie hängt von der Stärke des Krankheitsverlaufs ab und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes. Manchmal heilt die Hundemalaria von selbst aus. Bei schweren Verläufen kann die Infektion auch tödlich enden.

Wie kann ich der Infektion durch Blutparasiten vorbeugen?

Zunächst einmal sollten Regionen vermieden werden, in denen Hundemalaria verstärkt auftritt. Dazu zählen insbesondere Länder rund um das Mittelmeer. Aber auch in Deutschland hat sich die Krankheit durch die Verbreitung der Auwaldzecke angesiedelt. Falls der Hund dennoch in solche Regionen mitgenommen wird, gibt es auch vorbeugende Medikamente. Dies kann aber eine Infektion nicht vermeiden, sondern verhindert nur, dass der Hund nicht schwerwiegend erkrankt. Dennoch sind solche Mittel mit starken Nebenwirkungen verbunden und kein garantierter Schutz.

Nach jedem Spaziergang sollten Sie ihren Hund auf Zecken untersuchen und diese sofort entfernen und für den Tierarzt aufheben. Wenn Sie eine Babesiose bei ihrem Vierbeiner vermuten, zögern Sie nicht, sondern suchen ihren Tierarzt auf.

Bestimmte Zeckenarten können eine Babesiose auch auf den Menschen übertragen. Wie Sie sich die lästigen Biester am besten vom Leib halten, erfahren Sie hier.

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