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Außer Gefecht gesetzt: Migräne schränkt den Alltag ein

Migräne-Attacke
Pochender Schmerz: Manche Menschen mit Migräne bekommen jeden Monat gleich mehrere Schmerzattacken. Das kostet Kraft und legt Betroffene im Alltag lahm. Foto: Jens Kalaene © DPA

Migräne kann den Alltag Betroffener erheblich einschränken. Denn einige bekommen jeden Monat gleich mehrere Schmerzattacken. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen auf seiner Patienteninformationsseite hin.

Typisch sind pochende, hämmernde und einseitige Schmerzen. Oft kommen Übelkeit oder Erbrechen hinzu. Außerdem sind viele Betroffene geräusch- und lichtempfindlich. Die Beschwerden können zwischen vier Stunden und drei Tagen anhalten.

Das kann Betroffene sehr belasten: Die Schmerzattacken kosten Kraft. Viele können während eines Anfalls ihren üblichen Tätigkeiten bei der Arbeit oder zu Hause nicht nachgehen. Hinzu kommt laut dem Portal www.gesundheitsinformation.de die Angst vor neuen Anfällen. Auch die Sorge, wie sich die Migräne auf das persönliche Umfeld oder den Beruf auswirkt, macht vielen Betroffenen zu schaffen.

Wer aus Furcht vor einem Migräneanfall Unternehmungen meidet, die ihm eigentlich Spaß machen, kann mit einer kognitiven Verhaltenstherapie versuchen gegenzusteuern. Manchen helfen Entspannungstechniken wie autogenes Training oder auch viel Bewegung und Ausdauersport. Hilfe und Beratung finden Betroffene auch in Selbsthilfegruppen - eine Auswahl an Angeboten bietet die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft.

Während eines Anfalls sollte man zunächst das tun, was einem guttut: Sich in einen ruhigen, dunklen Raum legen oder den Kopf kühlen. Außerdem können rezeptfreie Schmerzmittel Linderung bringen. Bei manchen helfen die allerdings nicht. Dann kommen Triptane infrage, deren Einnahme aber mit einem Arzt abgestimmt werden sollte.

Vorsicht ist bei der Häufigkeit der Einnahme geboten: Schmerz- und Migränemedikamente sollte man an höchstens zehn Tagen im Monat nehmen. Denn nimmt man die Mittel zu oft, können sie zu Dauerkopfschmerzen führen.


dpa
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