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Ausfluss in der Schwangerschaft: Grund zur Sorge?

Ausfluss in der Schwangerschaft
Ausfluss in der Schwangerschaft Muss ich mir Sorgen machen? 00:01:03
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Wie entsteht Ausfluss in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft durchläuft der weibliche Körper die unterschiedlichsten Veränderungen, um sich an den kleinen Menschen, der im Bauch heranwächst, anzupassen. Viele Frauen bemerken daher vermehrten vaginalen Ausfluss in ihrer Schwangerschaft. In wie fern ist dieser normal und ab wann sollte man einen Arzt konsultieren?

Grundsätzlich kann man sagen, dass verstärkter Ausfluss während der Schwangerschaft normal ist und aufgrund der hormonellen Veränderung zustande kommt. In der Regel handelt es sich um einen geruchlosen, klaren bis weißen Ausfluss.

Warum haben wir Ausfluss?

Egal, ob es sich um Ausfluss in der Schwangerschaft oder unter normalen Umständen handelt: Die klare bis milchig-weiße Scheidenflüssigkeit erfüllt eine wichtige Schutzfunktion für den weiblichen Körper. Mithilfe von in ihr gebildeter Milchsäure hält sie den Scheidenkanal sauber sowie das saure Scheidenmilieu aufrecht, welches wiederrum Krankheitskeime und Pilze abwehrt und so vor Infektionen schützt.

Innerhalb eines Zyklus verändert sich die Menge des Ausflusses. Das hängt vor allem von der schwankenden Hormonproduktion, allen voran von Östrogenen, ab. So wird der Ausfluss in der Zyklusmitte stärker, da zu der Zeit der Eisprung stattfindet und die Produktion der Geschlechtshormone auf Hochtouren läuft.

Tatsächlich ist ein verstärkter Ausfluss auch eines der ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft. Die vermehrt produzierten Östrogene steigern die Durchblutung der Scheidenschleimhaut, was wiederum mehr Flüssigkeit nach außen transportiert. Auch sondern verschiedenen Drüsen an den inneren Schamlippen im gleichen Zuge mehr Scheidensekret ab.

Ausfluss Schwangerschaft: Ab wann zum Arzt?

Durch die hormonellen Veränderungen ist der weibliche Körper in der Schwangerschaft jedoch nicht nur fleißiger, was die Produktion von Scheidensekret angeht. Er ist leider trotz der schützenden Flüssigkeit anfälliger für Infektionen, da die gesunde Bakterienflora der Scheide aus dem Gleichgewicht gerät.

Sollte sich Ihr Ausfluss in der Schwangerschaft farblich und geruchlich verändern und möglicherweise von weiteren Symptomen wie einem unangenehmen Jucken begleitet sein, dann konsultieren Sie in jedem Fall Ihren Gynäkologen. Je nach Farbe und Geruch kann eine andere Ursache hinter dem Ausfluss in der Schwangerschaft stecken und die muss behandelt werden. Bleibt die krankhafte Veränderung unbehandelt, kann es im schlimmsten Fall zu einem vorzeitigen Blasensprung oder einer Frühgeburt kommen.

Diese Ursachen können hinter verschiedenfarbigen, vaginalen Ausflüssen stecken:

Brauner Ausfluss: In den ersten Schwangerschaftswochen ist diese Form des Ausflusses meist normal, da es sich dabei um die Einnistungsblutung (Nidationsblutung) handelt. Da die Ursache aber auch eine Infektion in der Scheide sein kann, suchen Sie sicherheitshalber immer einen Arzt auf.

Gelber Ausfluss: Hier könnte es sich sowohl um eine bakterielle als auch um eine Pilzinfektion handeln. Meist ist gelber Ausfluss mit einem unangenehmen Geruch sowie Juckreiz verbunden. Auch hier gilt: Ab zum Arzt.

Grüner Ausfluss: Ähnlich wie beim gelben Ausfluss deutet auch eine grünliche Verfärbung auf eine vaginale Infektion hin, beispielsweise Gonorrhoe oder eine bakterielle Vaginose. Dieser Ausfluss in der Schwangerschaft kann zusätzlich von einer schaumigen Konsistenz und einem fischigen Geruch begleitet sein. Konsultieren Sie in jedem Fall einen Arzt.

Ausfluss Schwangerschaft: Die besten Tipps

Damit Sie sich mit vermehrtem vaginalen Ausfluss in der Schwangerschaft keine unliebsamen, wenn nicht sogar gefährlichen Infektionen einhandeln, sollten Sie diese Tipps beachten:

  • Benutzen Sie keine Tampons, um den Ausfluss in den Griff zu bekommen. Diese können das Infektionsrisiko erhöhen. Verwenden Sie lieber Slipeinlagen.
  • Achten Sie auf Ihre Intimhygiene aber übertreiben Sie es nicht. Soll heißen: Die Scheide regelmäßig mit lauwarmem Wasser und bei Bedarf einem pH-neutralen (!) Hygieneprodukt zu reinigen, ist ideal. Duschgels oder parfümierte Seifen sollte Sie jedoch vermeiden, da diese das Scheidenmilieu durcheinanderbringen und so den natürlichen Schutz zerstören können.
  • Essen Sie Probiotika, um ein gesundes Scheidenmilieu zu unterstützen.
  • Tragen Sie Baumwollunterwäsche statt Slips aus synthetischen Stoffen, damit Ihre Scheide ‚atmen‘ kann.
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