Aus Eifersucht: Säure-Angriff auf Nebenbuhlerin

Schlimmes Schicksal: Frau wird beim Säure-Angriff der Ex-Freundin entstellt

Birgit K. weint, als sie ihrer Peinigerin im Gerichtssaal endlich gegenüber sitzt. Jahrelang musste sie auf diese Verhandlung warten. Es geht um die furchtbare Tat von Steffi A., die Birgit vor drei Jahren durch einen hinterhältigen Säure-Angriff für immer entstellte.

Aus Eifersucht: Säure-Angriff auf Nebenbuhlerin

Die Narben in Birgits Gesicht lassen nur erahnen, wie schlimm die Verletzungen gewesen sein müssen. Der absurde Grund für die damalige Tat: Pure Eifersucht. Denn Birgit war die neue Frau an der Seite von Steffis Ex-Freund, der sie hatte sitzen lassen.

Deshalb klingelte Steffi A. am 19. November 2010 bei der Autohaus-Chefin Birgit K. in Oderwitz (Sachsen) an der Tür. Als Birgit öffnet, wird sie mit einem Liter 96-prozentiger Schwefelsäure überschüttet. Sie wird mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Über zehn Mal musste die 42-Jährige operiert werden - immer wieder wurde ihr Haut transplantiert. Bis heute ist sie in psychologischer Behandlung, sie schämt sich für ihr Aussehen.

Nach drei Jahren kam es nun endlich am Landgericht Görlitz zur Verhandlung. Die Täterin Steffi A. sagte, sie wisse heute nicht mehr, wie sie Birgit so etwas antun konnte - und gestand die Tat. Fünf Jahre Freiheitsstrafe lautete das Urteil. Für Birgit K. bedeutet das zumindest ein klein wenig Gerechtigkeit - auch wenn die Narben und ihr Leid dadurch nicht verschwinden.

Anzeige