Aufgepasst bei rezeptfreien Medikamenten

Aufgepasst bei rezeptfreien Medikamenten

Bereits rund die Hälfte der jährlich verkauften Arzneimittel ist inzwischen ohne Rezept erhältlich. Von diesen Mitteln sind aber keineswegs alle harmlos.

Die Stiftung Warentest hat rund 1.800 der meistverkauften Arzneimittel bewertet. Nachdenklich stimmt dabei, dass bei einem Drittel eine negative Bewertung gab. Nur wenig mehr werden durchgängig positiv bewertet. Zudem gibt es für Medikamente mit den gleichen Inhaltsstoffen oft erhebliche Preisunterschiede. Da ist der Verbraucher gefragt, sich in der Apotheke ausführlich informieren zu lassen.

Die Gründe für die negative Bewertung der rezeptfreien Medikamente sind vielfältig: Bei WICK MediNait, angeboten zur Behandlung von Erkältungskrankheiten, ist es zum Beispiel die unnötige Kombination von vier Wirkstoffen auf der Basis von 18%-igem Alkohol.

Rhinopront Kombi oder Aspirin Complex werden als Arzneimittel zum Schlucken bei verstopfter Nase und Schnupfen angeboten, wo besser Tropfen oder Sprays verwendet werden. Und bei Thomapyrin Classic, einem Schmerzmittel, werden zwei Wirkstoffe unnötig miteinander kombiniert und mit Koffein angereichert – oftmals Ursache von schädlichem Dauerkonsum. Zusammengefast hat die Stiftung Warentest die Ergebnisse im 'Handbuch Rezeptfreie Medikamente'.

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