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Auf die Vermittlung dieser 11 Werte kommt es in der Erziehung an

Das wünschen sich Kinder von ihren Eltern
Das wünschen sich Kinder von ihren Eltern Geteilte Erziehung 00:01:35
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Warum sind Werte in der Erziehung so wichtig?

Eltern zu sein ist toll. Bringt aber auch eine Menge Verantwortung mit sich. Schließlich liegt es in den eigenen Händen, zu welchem Mensch der Nachwuchs einmal heranwächst. Auch wenn es die perfekte Erziehung nicht gibt, die Vermittlung dieser elf Werte darf in keiner Erziehung vernachlässigt werden.

Auf welche Werte genau kommt an?

Gar nicht so leicht in unserer heutigen Gesellschaft die wirklich wichtigen und richtigen Werte herauszufiltern. Schließlich gelten für jeden Lebensbereich andere. Und nicht selten konkurrieren diese Werte miteinander. Bestes Beispiel, Beruf und Familie. Für welche Werte Sie sich letztlich auch entscheiden, feststeht, Kinder brauchen Werte in ihrem Leben.

Laut Wissenschaftlern sollen Kinder, in deren Familien gewisse Werte festgelegt wurden, glücklicher sein. Sie erfahren auf diese Weise nicht nur mehr Herzlichkeit, sondern erweisen sich auch Problemen gegenüber als belastbarer und optimistischer. Dieser Meinung ist auch Wayne Dosick, Psychologe, Religionswissenschaftler und Autor des Buches ‚Kinder brauchen Werte. 10 Lebensregeln, die Kindern Halt und Orientierung geben‘.

Diese Werte dürfen in keiner Erziehung fehlen

Laut Dosick sind folgende elf Werte nicht nur zeitlos, sondern erleichtern auch sowohl das Leben der Kinder als auch den Umgang mit anderen Menschen:

  • Respekt
  • Wahrhaftigkeit
  • Fairness
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Mitgefühl
  • Dankbarkeit
  • Freundschaft
  • Friedfertigkeit
  • Streben nach persönlicher Reife
  • die Fähigkeit, an etwas zu glauben

Einige dieser Werte finden sich auch in den Antworten der Kinder auf die Befragung von ‚Geolino-Unicef-Kinderwertemonitor 2014‘ wieder. Immer wieder wurde auf die Frage, welche Werte für sie besonders wichtig sind, mit Freunde und Familie aber auch Vertrauen, Zuverlässigkeit, Geborgenheit und Ehrlichkeit geantwortet.

Die Entwicklung von Mitgefühle braucht ihre Zeit

Wie so vieles im Leben braucht auch die Entwicklung vom affektbestimmten Kleinkind hin zum verantwortungsbewussten Erwachsenen seine Zeit und zieht einen langwierigen Prozess mit sich, in dem mehrere Stufen durchlaufen werden müssen. Vorstellen lässt sich dieser Ablauf wie eine Art Gehirntraining. Anfangs wird noch mit vollem Eifer die Strategie der handgreiflichen Konfliktbewältigung angewendet. Es wird geschwindelt und auf andere dabei kaum bis gar keine Rücksicht genommen. Das erwünschte Gewissen bildet sich beim Kleinkind erst mit dem Alter.

Um das Mitgefühl des Kindes zu stärken, empfehlen Experten die Methode der sogenannten Induktion. Dabei sollen die Kleinen mithilfe ihrer Eltern lernen, dass andere Kinder oder Erwachsene genauso empfinden und fühlen wie sie selbst. Verhält sich das Kind negativ gegenüber einem Elternteil, indem es der Mutter beispielsweise auf den Arm schlägt, wird die Mutter dazu angehalten übertrieben darauf zu reagieren. Durch den traurigen Gesichtsausdruck der Mutter wird das Kind wiederum dazu angeregt die Mutter trösten und streicheln zu wollen. Auf diese Weise werden die verursachten Gefühle sichtbar sowie nachfühlbar und es begreift allmählich, dass gewisses Verhalten negative Reaktionen auslöst.

Lernen von Vorbildern

Mit zunehmenden Alter und Sprachkenntnissen wird es selbsterklärenderweise immer einfacher den Kindern Werte zu kommunizieren. Kinder orientieren sich außerdem nicht zu Letzt an Vorbildern. Und die größten Vorbilder stellen zumindest in den ersten Lebensjahren die Eltern da. Eltern sollten sich während der Erziehung ihrer Kinder also stets ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und das Verhalten an den Tag legen, dass sie sich selbst von ihren Kindern wünschen.

Laut Entwicklungsforschern ist die moralische Entwicklung und damit auch die Wertevermittlung mit Eintreten der Pubertät abgeschlossen. 

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