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Asthma-Symptome: Das können Asthma-Anzeichen sein

So unterscheiden Sie Husten von Asthma
© picture-alliance/ dpa, Willy Matheisl

Was passiert beim Asthmaanfall?

Ein Asthma-Anfall beginnt meist mit einem beklemmenden Gefühl in der Brust. Die entzündlich gereizte Bronchialschleimhaut schwillt stark an. Eine vermehrte Produktion von zähem Schleim verengt die Atemwege zusätzlich. Außerdem zieht sich die Muskulatur der kleineren Atemwege (Bronchien und Bronchiolen) krampfartig zusammen. Diese Prozesse erschweren die Atmung. Häufig tritt dann der typische Asthmahusten auf.

Dann setzt plötzlich Atemnot ein, die sich so weit steigern kann, dass sie zu bedrohlichem Sauerstoffmangel führt. Das ist mit starken Angstgefühlen vor dem Ersticken verbunden. Ein Asthmaanfall kann wenige Minuten bis hin zu mehreren Stunden dauern.

Etwa acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Asthma. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche. Was sind die Auslöser für Asthma? Und wie können Sie Asthma von normalem Husten unterscheiden?

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Ungefähr jedes achte Kind unter 10 Jahren und jedes zehnte Kind unter 15 Jahren leiden unter Asthma. Laut der Krankenkasse DAK sind Jungen dabei mit einem Anteil von 60 Prozent deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Im Erwachsenenalter wendet sich allerdings das Blatt. Dann leiden Frauen öfter an Asthma als Männer.

Wie entsteht Asthma?

Asthma entsteht meist infolge einer Allergie gegen bestimmte Substanzen. Daher sei es wichtig, dass die Betroffenen so viel wie möglich über ihre Erkrankung wissen, damit sie Allergene konsequent meiden können, so DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. Daneben könnten aber auch Stress, Leistungs- und Zeitdruck sowie körperliche Belastungen zu Asthma führen. "Damit betroffene Kinder ein Gespür für ihre individuelle Belastbarkeit entwickeln, sollten sie sportlich aktiv sein", rät die Ärztin. Dabei dürfe die Belastungsgrenze der Kinder allerdings nicht überschritten werden.

Die häufigsten Auslöser für allergisches Asthma sind:

- Pollen (Gräser, Roggen, Birke, Erle, Hasel, Buche, Wegerich)

- Tierhaare (Katze, Hund, Pferd, Nagetiere)

- Hausstaubmilben

- Schimmelpilze

- Insektengiftallergene (Biene, Wespe)

Bei nicht allergiebedingtem Asthma ist der Auslöser meist eine Atemwegsinfektion, durch die sich die Bronchien verengen. Bei etwa 15-30 Prozent der Kinder geht die Bronchitis in Asthma über.

Woran erkenne ich, ob es Reizhusten oder Asthma ist?

Der Asthmahusten ist ein schwer stillbarer Reizhusten, der auch anfallartig auftreten kann. Es ist möglich, dass über lange Zeit der Asthmahusten die einzige Erscheinungsform von Asthma ist. Daher wird Asthma oftmals auch nicht direkt erkannt. Generell gilt: Dauert ein Husten länger als vier Wochen an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Asthmahusten tritt auch häufig in besonderen Situationen auf, zum Beispiel nachts, bei körperlichen Belastungen, bei einem Temperatur- oder Klimawechsel und so weiter.

Besteht der Verdacht auf Asthma, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Ein wichtiger Baustein zur Diagnosestellung Asthma ist eine sorgfältige Anamnese, also das Arzt-Patienten-Gespräch. Hier wird aufgrund der erfragten Symptome und der Beobachtungen des Patienten die erste Verdachtsdiagnose gestellt. Diese wird dann im weiteren Verlauf durch körperliche Untersuchungen, Messung der Lungenfunktion und der bronchialen Überempfindlichkeit oder auch durch Röntgenaufnahmen bestätigt oder revidiert.

Therapie von Asthma

Die Grundlage der Asthmatherapie stellt nach wie vor die medikamentöse Behandlung dar. Das Behandlungsziel liegt in der Einschränkung der Bronchialschleimhautentzündung, der Verminderung der bronchialen Überempfindlichkeit und der Verringerung der Atemwegsverengung. Dazu stehen dem Lungenfacharzt zwei Wirkstoffgruppen zur Verfügung: die bronchienerweiternden (symptomatisch wirkenden) und die entzündungshemmenden (vorbeugend wirkenden) Medikamente.

Neben der medikamentösen Therapie sind vorbeugende Maßnahmen wie Meidung der Allergene, Impfungen, eine spezifische Immuntherapie oder auch eine Arbeitsplatzberatung empfehlenswert. Aber auch Patientenschulungen, körperliches Training (Asthma-Sport), Atem- und Physiotherapie oder auch Raucherentwöhnung, können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

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