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Asthma-Symptome auf einen Blick

Asthma-Symptome: So erkennt man die Krankheit
© picture-alliance/ dpa, Willy Matheisl

Nach einer Erkältung plötzlich Asthma

Wenn der Husten nach einer starken Erkältung oder Grippe gar nicht mehr aufhören will, besteht der Verdacht, dass es sich um Asthma handelt. Die meisten Menschen sind der Meinung, Asthma sei eine allergische Krankheit. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Das nicht-allergische Asthma (Asthma bronchiale), wird durch einen Virus ausgelöst. Asthma kann also jeder bekommen.

20 Prozent der Deutschen leiden unter Asthma. Das ist zumindest die offizielle Zahl. Viele Betroffene wissen gar nicht, dass sie Asthma haben. Denn sie setzen Asthma mit Atemnot gleich. Was auch so sein kann, aber die Symptome können auch andere sein: Husten oder eine erhöhte Schleimproduktion zum Beispiel. Der Arzt kann mit Hilfe eines einfachen Lungenfunktionstests schnell Klarheit verschaffen.

Die Symptome bei Virus-Asthma sind:

Husten

Keuchen

Engegefühl in der Brust

Schmerzen in der Brust

Druckgefühl in der Brust

Kurzatmigkeit

Verengte Atemwege

Schnelles Atmen (Schnappatmung)

Atembeschwerden

Erhöhte Schleimproduktion

Schleim, Husten, Atemnot

Neben Viren kann Asthma auch durch diese Faktoren ausgelöst werden:

Allergie

Infektion der oberen Atemwege

Überanstrengung

Psychische Belastung (Stress)

Kalte Luft

Medikamente

Verunreinigte Luft

Zigarettenrauch.

Was ist Asthma?

Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der Atemwege (Bronchien). Die Folgen sind wiederkehrende Anfälle von Atemnot, Husten und Kurzatmigkeit.

Asthmakranke haben überempfindliche Atemwege. Die Bronchien reagieren auf Reize mit einer Entzündung. Dabei schwillt die Schleimhaut an, die Bronchien verengen sich und Luft kann nur noch schwer ein- und ausgeatmet werden. Außerdem kommt es oft vor, dass die Lunge zähen Schleim produziert.

Menschen mit Asthma bronchiale haben vor allem beim Ausatmen Schwierigkeiten. Die verbrauchte Luft wird nicht komplett ausgeatmet. Darum kann auch nicht genügend frische Luft eingeatmet werden. So kommt es zur Atemnot.

Aber nicht jeder muss diese Symptome haben und sie müssen auch nicht gleichzeitig auftreten. Es kann also sein, dass der Asthmatiker nur unter Husten leidet und nie Atemnot hatte. Asthma ist eine chronische Erkrankung, das heißt, sie besteht ununterbrochen. Die Beschwerden sind mal stärker, mal schwächer, und können dazwischen auch für längere Zeit ganz verschwinden.

Asthma durch Vererbung

Asthma-Symptome auf einen Blick
© dpa, A3390 Kay Nietfeld

Wenn die Eltern an Asthma leiden, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 40 bis 50 Prozent, dass auch die Kinder Asthma bekommen werden.

Durch Allergie ausgelöst

Unter allergischem Asthma leiden öfter Kinder als Erwachsene. Die Symptome von Asthma treten dann auf, wenn man Kontakt mit dem Stoff hat, gegen den man allergisch ist. Wird Asthma beispielsweise durch eine Allergie gegen Pollen ausgelöst, tritt es zur Blütezeit auf.

Unterschied zwischen Bronchitis und Asthma

Eine akute Bronchitis beginnt mit Fieber und eitrigem Auswurf. Der Auslöser einer Bronchitis sind oft Bakterien. Je nachdem, durch welchen Erreger die Bronchitis verursacht wurde, ist der ausgehustete Schleim gelb, hellgrün oder dunkelgrün. Der Schleim, der sich bei Asthmatikern löst, ist in der Regel milchig-weiß oder klar.

Asthma ist eine chronisch verlaufende Krankheit, die häufig schon im Kindesalter auftritt. Bronchitis hingegen kommt bei vielen Betroffenen erstmalig im Erwachsenenalter vor. Die Bronchienentzündung kann mit Antibiotika behandelt werden. Doch in sehr schweren Fällen, beispielsweise wenn die Bronchitis durch Bakterien verursacht wurde, gegen die kein Antibiotikum wirkt, kann die Krankheit nicht ausheilen und tritt nach dem ersten Ausbruch chronisch auf.

Asthma: Auf Röntgenbildern unsichtbar

Bei der chronischen Bronchitis werden die Bronchien durch die ständige Entzündung stark angegriffen. Deshalb sind die entstandenen Schäden auf Röntgenbildern sichtbar. Demgegenüber kann Asthma nicht mit Hilfe von Röntgenaufnahmen diagnostiziert werden.

Bronchitis wird oft durch das Einatmen von verschmutzter Luft, Qualm oder Zigarettenrauch ausgelöst. In früheren Zeiten hatten Männer, die Kohle abbauten, eine sogenannte Staublunge. Die Bronchien sind dann durch die eingeatmeten Kohlepartikel sehr stark entzündet, das Atmen ist schmerzhaft.

Zeigen sich Symptome wie Nachtschweiß, Entzündungsspuren im Blut, ständige Atemnot und pfeifende Ausatmung, dann ist die chronische Bronchitis in einem Stadium, in dem sie in eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) übergeht. Man spricht auch von chronisch obstruktiver (hinderlicher) Bronchitis.

Bei COPD sind die Bronchien dauerhaft verengt. COPD ist eine Lungenkrankheit, die durch eine geschädigte Lunge, Husten mit eitrigem Auswurf und behinderte Ausatmung gekennzeichnet ist. Im Volksmund wird eine derartig angegriffene Lunge Raucherlunge genannt.

Im Unterschied zu Asthma ist COPD kaum mit dauerhaftem Erfolg behandelbar. Sowohl bei Asthma, als auch bei Bronchitis, beziehungsweise COPD kann eine Sauerstoffbehandlung Erleichterung verschaffen. Jedoch ist COPD wegen der schwierigen Behandelbarkeit weltweit die vierthäufigste Todesursache.

Für Asthmakranke dagegen hält die moderne Medizin eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten bereit, die den Betroffenen Linderung verschaffen oder die Krankheit heilen können. Spezielle Diäten helfen Allergikern, die Krankheit zu überwinden und verhindern, dass sie später erneut ausbricht. Jedoch haben Asthmatiker wegen der Empfindlichkeit ihrer Bronchien ein erhöhtes Risiko, zusätzlich an Bronchitis zu erkranken.

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